VW Bora, 1998-2005

VW Bora, 1998-2005

Rucksack-Golf

Der VW Bora basiert technisch auf dem VW Golf. Die Stufenheck-Limousine soll durch Dynamik gepaart mit Fahrkomfort die Kundenherzen gewinnen.

25. März 2012

Dem Bora sieht man seine Verwandtschaft zum Golf dank der eckigen Klarglasscheinwerfer und der Stufenheck-Silhouette nicht auf den ersten Blick an. Innen erkennt man sehr wohl die gleichen Gene am aufgeräumten Cockpit. Dass es bei einer Länge von 4,38 Metern (23 Zentimeter länger als der Golf) vorne mit den bequemen Sitzen geräumiger zugeht als im Konzernbruder, verwundert niemand, dass es im Fond an Knieraum mangelt, schon. Der Kofferraum fasst 455 Liter. Allerdings steht dem Beladen eine 70 Zentimeter hohe Ladekante entgegen.

Lange Aufpreisliste

Die Sicherheitsausstattung ist mit sechs Airbags und ABS und ESP ist ok. Aber ansonsten lässt sich VW fast alles bezahlen, was das Autofahren komfortabel macht: Nebelscheinwerfer (142 Euro), ein CD-Radio (510 Euro), Klimaanlage (340 Euro), Tempomat (180 Euro) und Xenonlicht (860 Euro)

VW Bora im Video

 

Neutrales Fahrverhalten

Das Fahrwerk stammt weitgehend vom Golf. Dementsprechend gutmütig agiert der Bora auch bei Kurven. Die Lenkung ist exakt und erst spät macht sich die fronttrieblertypische Neigung bemerkbar, über die Vorderräder zum Kurvenrand zu schieben. Die Fahrdynamik geht nicht auf Kosten des Komforts, da den Bora auch schlechte Straßen nicht aus der Ruhe bringen und er größere Unebenheiten zuverlässig schluckt.

Flotter Motor

Der 2.0-Liter-Motor tritt flott an und verrichtet dabei seinen Dienst akustisch unauffällig. Was definitiv zum Reisekomfort beiträgt. Die Kombination aus 115 PS Leistung und einem Drehmoment von 170 Nm machen den Bora zum flotten Gleiter - nach elf Sekunden ist die 100-km/h-Marke erreicht, bis 195 km/h strebt der Bora vorwärts und verbraucht dabei acht Liter pro 100 Kilometer.

Fazit: Der Bora ist ein gutes Auto mit solider Verarbeitung und einem kräftigen Motor. Doch der Grundpreis von 19.725 Euro und die karge Serienausstattung dürften der Limousine das Leben schwer machen.

Stärken

 
  • ausgewogenes Fahrverhalten
  • flotter Motor

Schwächen

 
  • lange Aufpreisliste
  • enger Fond
Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters