Toyota Verso, Modellpflege

Toyota Verso, Modellpflege

Alte Schule

Mit technischen Spielereien konnte der Verso noch nie aufwarten. Auch das neue Modell präsentiert sich grundsolide. Konzentration aufs Wesentliche ist angesagt.

18. Januar 2013

Als geräumiger und flexibler Familien-Van in der Kompaktklasse hat der Toyota Verso eine kleine, aber beständige Fangemeinde. Über 7.000 Mal wurde der Verso 2012 in Deutschland verkauft. Mit diesen Verkaufzahlen jagt man zwar den Platzhirschen von Volkswagen und Opel keinen Schrecken ein, aber darauf lässt sich Aufbauen.

Von dem neuen Modell, das im April auf den deutschen Markt kommt, will Toyota noch in diesem Jahr 8.200 Einheiten absetzen.

Keine Experimente

Fast um die Bestandskunden nicht zu verschrecken, hat man die Änderungen nahe der Wahrnehmungsschwelle gehalten. Die Front wurde dem Konzerngesicht angepasst und die Linien etwas geglättet. Die Karosserie produziert jetzt weniger Windgeräusche. Gleichzeitig wurde die Geräuschdämmung verbessert.

Beide Vordersitze bieten guten Seitenhalt und sie sind zusätzlich noch höhenverstellbar, jedenfalls ab der höheren Life-Ausstattung. Im Font befinden sich bis zu fünf Einzelsitze. Jeder kann einzeln umlegt werden. Zusammen schaffen sie eine nahezu ebene Ladefläche mit bis zu 1696 Litern Ladevolumen.

Sparsamer Diesel

Auch motorseitig hält Toyota an Bewährtem fest. Wie bisher kommt der Verso mit fünf Motorisierungen aus: zwei Benziner und drei Selbstzünder (von 124 bis 177 PS).

Die größte Aufmerksamkeit hat zum Modellwechsel der kleinste Diesel erfahren. Der 2,0-Liter D-4D Turbodiesel leistet 91 kW /124 PS und verbraucht dank umfangreicher Modifikationen nur noch 4,9 Liter Diesel im Durchschnitt. Den Sprint auf 100 km/h schafft der Verso damit 11,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h.

400 Euro günstiger

Sportliche Ambitionen wird man dem Verso-Fahrer sowieso nicht unterstellen. Dennoch ist das Handling gut, und die Bremsen packen ordentlich zu. Die Federung ist auf Komfort ausgelegt, und die neue elektrische Servolenkung ist sehr leichtgängig.

Wer er noch bequemer mag, sollte zu der Automatik-Version greifen. Die gibt es aber nur in Verbindung mit dem 2,2-Liter D-4D mit 150 PS. Für den 1,8-Liter Benziner hat Toyota noch ein stufenloses CVT-Getriebe im Angebot. Alle Anderen müssen mit der guten 6-Gang-Handschaltung vorliebnehmen.

Start bei rund 21.000 Euro

Der Einstiegspreis liegt bei 21.150 Euro. Ein Verso mit sieben Sitzen und der guten Life-Ausstattung kostet jetzt 23.550 Euro - das sind 400 Euro weniger als bisher. Dafür sind eine Klimaautomatik, ein Tempomat und ein elektronischer Geschwindigkeitsbegrenzer schon eingebaut. Das Multimediasystem Toyota Touch mit Freisprecheinrichtung, elektrisch einklappbare Außenspiegel und eine Rückfahrkamera sind ebenfalls inbegriffen.

Reichhaltig ist auch Sicherheitsausstattung. Alle Modelle haben ABS, ESP, eine Traktionskontrolle und eine Berganfahrhilfe. Dazu gibt es Kopf-, Seiten- und Vorhangairbags für Fahrer und Beifahrer. Weitere Vorhangairbags sind ab der zweiten Sitzreihe optional.

Start-Stopp-Systeme und Rekuperation sucht man in der Ausstattungsliste vergeblich. Wer auf technische Raffinesse aus ist, ist beim Verso falsch und sollte lieber gleich zum Prius greifen. Den gibt es ja auch mit sieben Sitzen.

Stärken 

  • gute Ausstattung
  • gute Verarbeitung
  • varibler Innenraum
  • gute Sicherheitsausstattung

Schwächen 

  • kein Erdgas-Modell
  • kein Hybrid
  • keine Assistenzsysteme
Text: Press-Inform / Hans Bast