Toyota Verso 1.6 D-4D, Modellpflege

Toyota Verso 1.6 D-4D

Gemeinsam Nageln

Die Bayern helfen weiter: Toyota bietet seinen Kompaktvan Verso künftig auch mit einem Dieselmotor an, der von BMW stammt.

12. Februar 2014

BMW hat den Vierzylinder-Diesel entwickelt, der künftig im Toyota Verso 1.6 D-4D arbeitet, Toyota hat ihn im Technical Center im belgischen Zaventem angepasst: Modifizierte Motorlager, Zweimassen-Schwungrad, Getriebegehäuse oder die Start-Stopp-Automatik gehören dazu.

Der Diesel liefert 82 kW/112 PS sowie ein maximales Drehmoment von 270 Nm, das ab 1.750 U/min. anliegt. Beim Verbrauch gibt er sich bescheiden: 4,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer nennt Toyota offiziell - was einem CO2-Ausstoß von 119 g/km entspricht.

Gekoppelt ist der neue Diesel, der 20 Kilogramm leichter ist als der bisherige, in seiner Leistung vergleichbare 2,0-Liter-Diesel, an ein 6-Gang-Schaltgetriebe von Toyota.

Der neue Diesel beschleunigt den rund 1,6 Tonnen schweren und 4,46 Meter langen Verso in 12,7 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h.

Erstaunliche Elastizität

Die Ehe klappt: Der Diesel im Verso läuft rund und geräuscharm, hält sich mit Vibrationen zurück und ist auch akustisch kaum als Diesel wahrzunehmen. Auch bei der Start-Stopp-Automatik gibt es keine Klagen. Lediglich an dem typischen Anlass-Geräusch eines Diesel merkt man, womit man unterwegs ist.

Gefühlt geht der Verso flott zur Sache. Dafür sorgt auch das 6-Gang-Getriebe. Erstaunlich ist die Elastizität des Motors: Nahezu die gesamte Arbeit lässt sich nach dem Anfahren im dritten Gang erledigen, alles geht schaltfaul und schon aus niedrigen Drehzahlen heraus. Wer dagegen auf der Autobahn aus dem als Spargang ausgelegten sechsten Gang heraus beschleunigen will, der kommt ums Schalten nicht herum.

Außer dem Motor wenig Neues

Außen und im Innenraum hat sich am Verso kaum etwas geändert. Entsprechend auch die Stärken und die Schwächen.

Zu den Stärken gehört neben der ausgezeichneten Verarbeitung vor allem das gute Raumangebot oder die Variabilität des Innenraums. Unter Schwächen notieren vor allem die etwas arg leichtgängige und gefühllose Lenkung, der eher bescheidene Seitenhalt auf den vorderen Sitzen oder der nicht gerade üppige Fundus an Assistenzsystemen, aus dem man wählen kann. Immerhin: Das Infotainmentsystem ist nun deutlich aufgebohrt.

Der Preis bleibt gleich

Ab Mitte März steht der neue Toyota Verso bei den Händlern. Die Basisversion mit dem Diesel ist dann ab 23.550 Euro zu haben - genauso viel kostete sein Vorgänger mit 2,0-Liter-Motor.

Stärken 

  • kultivierter und geräuscharmer Dieselmotor
  • gute Verarbeitung
  • ordentliche Ausstattung
  • variabler Innenraum

Schwächen 

  • nur wenig Assistenzsysteme verfügbar
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff | Bildmaterial: Hersteller