Toyota Aygo, 2005-2009

Toyota Aygo, 2005-2009

Spaß in der City

Der Erstgeborene hat es immer etwas leichter. Das ist beim neuen Toyota Aygo nicht anders. Als erster aus dem Kleinwagen-Triumvirat Toyota Aygo, Citroen C1 und Peugeot 107 kommt er auf den Markt und soll in erster Linie Spaß machen.

12. Juni 2012

Es geht los bei unter 9.000 Euro - das soll junge Käufer locken. Ein Kleinwagen, der sich im Großstadtdschungel pudelwohl fühlt und mehr bietet als der Smart. Platzwunder im Fond darf man nicht erwarten. Aber es ist gut zu wissen, dass man jederzeit jemanden mitnehmen könnte.

Vorne sieht es deutlich angenehmer aus. Auch groß gewachsene Fahrer finden problemlos im kleinen Toyota Platz. Die Sitze sind - abgesehen vom geringen Seitenhalt - überraschend tourentauglich. Drei- und Fünftürer haben einen Radstand von 2,34 m. Der nur 139 Liter große Kofferraum lässt sich auf 782 Liter erweitern.

Innen: billig

Dass der Aygo in der Billigklasse startet, kann der Innenraum nicht verhehlen. Das Armaturenbrett aus grauem Kunststoff zeigt sich zerklüftet und karg bestückt. Ein zentrales Instrument gibt Informationen über Geschwindigkeit, Tankvolumen und Kilometerstrecke. Das war es auch schon.

Die großen unverkleideten Metallflächen in den Türen sind alles andere als schön und sorgen nicht gerade für Wohlfühlambiente. Der Fensterheberschalter für die Beifahrerseite findet sich nur in der Beifahrertür und auf einen Knopf für die Zentralverriegelung wurde komplett verzichtet. Im Fond gibt es auch beim Fünftürer nur Ausstellfenster.

Toyota Aygo im Video

 

Röchelnde drei Zylinder

Beim Triebwerk des Toyota Aygo kommt einem sofort der Smart in den Sinn. Der Klang weist unverkennbar auf einen Dreizylinder hin. Der Motor mit 998 ccm und einem Gewicht von nur 69 kg reicht für immerhin 50 kW/68 PS und 93 Nm Drehmoment. Subjektiv fährt sich der 900 kg schwere Aygo munterer als es die Fahrleistungen versprechen.

0 auf 100 km/h in 14,2 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 157 km/h sind für einen Cityflitzer ansprechende Werte. Schließlich begnügt sich der Kleinst-Toyota auch noch mit 4,6 Litern Super auf 100 km.

Kein ESP

Abgesehen von dem langen Plastikknüppel, der wenig ansehnlich in den Innenraum ragt, macht die Fünfgang-Schaltung keine schlechte Figur. So bringt es durchaus Spaß, mit dem Aygo in der City unterwegs zu sein. Die Lenkung ist leichtgängig und etwas gefühllos, erleichtert jedoch das Einparken in enge Lücken.

Während das Heck gut einsehbar ist, kann man das vordere Ende des 3,41 m kurzen Aygo nur erahnen. Das Fahrwerk zeigt sich auch auf unwegsamem Kopfsteinpflaster unbeirrt und überrascht mit seiner komfortablen Abstimmung. Bitter: ESP ist nicht verfügbar.

Real über 10.000 Euro

Der Toyota Aygo ist in drei Ausstattungsvarianten zu haben. Das 8.950 Euro teure Basismodell mit drei Türen kann man sich mit seiner komfortlosen Ausstattung getrost sparen. Auf Details wie elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung oder CD-Radio will niemand verzichten.

So muss man sich schon für den Aygo City entscheiden, der als Fünftürer 10.300 Euro kostet. Den sollte man dann noch mit den beiden Optionen Klimaanlage (950 Euro) und Navigationssystem (650 Euro) straßenfertig machen.

Stärken 

  • kraftvoller Dreizylinder
  • genügend Platz vorn

Schwächen 

  • Billig-Interieur
  • schwache Serienausstattung ohne ESP
Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff