Suzuki SX4, 1. Generation

Suzuki SX4, 1. Generation

Kleines 4x4

In der kompakten Crossover-Klasse ziehen Suzuki und Fiat an einem Strang: Das Zwillingspaar heißt SX4 und Sedici. Und beide sollen wahre Alleskönner sein. Klein und kompakt, variabel und geländetauglich.

12. Juni 2012

Der rundliche Chic des 4,14 Meter langen Japaners mit Produktionsort Ungarn gefällt - nicht nur Frauen. Die leicht erhöhte Karosserie und die großen Fensterflächen sorgen für ein rundes Gesamtbild. Ein gewisses Maß an Offroad-Tauglichkeit mag man bei diesem Auftritt kaum bezweifeln.

Es gibt den neuen SX4 in zwei Versionen: Das urbane Straßenmodell verzichtet auf Schutzleisten und Kunststoffbeplankungen. Das genau bietet dann das Topmodell - wahlweise mit und ohne Allrad.

Verbesserte Innenausstattung

Bei der Innenraumgestaltung hat Suzuki in den vergangenen Jahren einen großen Sprung nach vorn getan. Der SX4 zeigt, dass solide Arbeit auch in den unteren Klassen meist der beste Weg ist. Die Auswahl der Materialien stimmt, die Verarbeitung ebenfalls. Trotzdem kann man über den Lichtschalter am Lenkstockhebel oder die unbeleuchteten Fensterheberschalter in den Türen nicht hinwegsehen.

Als überaus angenehm zeigen sich die Sitze. Auch große Passagiere sitzen in dem japanisch-italienischen Kooperationsmodell überaus kommod. Leider ist die Rückbank nicht verschiebbar. Alles in Ordnung - aber es gibt zweifellos bessere Lösungen. Das Kofferraumvolumen variiert zwischen 270 und 1.045 Litern.

Kraftvoller Dieselmotor

Die 4x4-Technik wird in Deutschland zunächst nur mit dem 120 PS starken SX4 1.9 DDiS angeboten. Erst später kommt der Allradvortrieb auch bei dem 107 PS starken Volumenmodell SX4 1.6. Der 1,9 Liter große Commonrail-Diesel stammt aus dem Hause Fiat und macht dem 1,4 Tonnen schweren Ungarn auf jedem Untergrund Tempo.

Die Fahrleistungen des 1.9 DDiS mit Allradantrieb hinken hinter denen der frontgetriebenen Version leicht zurück. 88 kW/120 PS und 280 Nm Maximaldrehmoment haben beide. Doch schafft der 4x4 gerade einmal 180 km/h Spitze und den Spurt 0 auf 100 km/h in etwas müden 11,2 Sekunden. Der Durchschnittsverbrauch soll sich bei akzeptablen 6,6 Litern Diesel auf 100 Kilometer einpendeln.

Gute Lenkung

Die Sechsgang-Schaltung, die direkte Lenkung und das solide abgestimmte Fahrwerk vom Swift überraschen bei den ersten Testfahrten positiv. Im Normalbetrieb wird die gesamte Motorkraft an die Vorderachse gebracht. Verlieren die Räder an Grip, gehen per elektromagnetischer Lamellenkupplung bis zu 50 Prozent der Leistung nach hinten.

Die variable Kraftverteilung geschieht jedoch mit zeitlicher Verzögerung. Beim kraftvollen Kavalierstart spürt man die Antriebskräfte im griffigen Steuer deutlich. Wer schon weiß, dass es gleich auf den Feldweg oder ins Skiparadies geht, der kann per Tastendruck fest auf 4x4-Technik umschalten. ESP soll rund 300 Euro Aufpreis kosten.

Basispreis ab 16.000 Euro

Da die Topversion mit Diesel und Allradantrieb stattliche 21.000 Euro kostet, dürfte sich das Basismodell Suzuki SX4 1.6 Club mit einem Preis von 16.000 Euro besser verkaufen. Doch im Gegensatz zu den ausschließlich frontgetriebenen Konkurrenten wie VW CrossPolo oder Citroen C3 XTR, die nur den crossen Schein zu bieten haben, bekommt man beim SX4 wenigstens die Wahl.

Stärken

 
  • solide Fahrleistungen
  • gutes Platzangebot
  • günstiger Einstiegspreis

Schwächen

 
  • mäßiges Sicherheitspaket
  • schwache Komfortausstattung
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff