Subaru Outback, 4. Generation Facelift

Subaru Outback, 4. Generation Facelift

Von wegen Lifestyle

Viele Kunden suchen die perfekte Mischung aus Lifestyle, Alltagsnutzen und Geländewagen. Doch es geht auch ehrlich: im Subaru Outback.

29. April 2013

Der Subaru Outback ist ein alter Bekannter. Er gründete Mitte der 90er Jahre das Segment der Allradkombis. Damals, als viele noch nicht von SUVs träumten, bot der Subaru die gelungene Mischung aus hohem Alltagsnutzen, Familienkombi und Allradantrieb.

Doch was dem Outback bisher fehlte, war ein kraftvoller Diesel und die Kombination mit einem Automatikgetriebe.

Schwache Automatik

Immerhin die Symbiose aus Automatikgetriebe und Dieseltriebwerk ist nunmehr zu bekommen. Als einziger Hersteller setzt Subaru auf ein stufenloses CVT-Getriebe, dass sich besonders bei europäischen Kunden bisher kaum großer Beliebtheit erfreut.

Überzeugen kann diese Antriebsvariante allenfalls bei lockerer Fahrt auf Landstraße oder Autobahn. Ist man im fast 1,7 Tonnen schweren Allradler flott mit Lastanforderungen oder gar in hügeliger Landschaft mit Anhänger unterwegs, wirkt das Getriebe angestrengt.

Wenig Leistung

Doch nicht nur die Lineartronic genannte Getriebe-Automatik hat ihren Anteil am müden Fahrgefühl. 110 kW / 150 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Nm ab 1.600 U/min sind angesichts von Allradantrieb und den Fahrzeugdimensionen zu wenig, um das stufenlose CVT-Getriebe kaschieren zu können.

Daran ändern auch die sieben Fahrstufen nichts, die vorgetäuscht werden und manuell über Schaltpaddel am Lenkrad oder eine zweite Schaltgasse am Mitteltunnel geschaltet werden können.

Der Vierzylinderdiesel in Boxerbauweise läuft rau und gerade bei höherem Tempo alles andere als leise; die Fahrleistungen sind mäßig. 0 auf Tempo 100 schafft der Outback 2.0 Diesel Lineartronic in 9,7 Sekunden und bei Tempo 195 ist Schluss mit dem Vortrieb.

Immerhin liegt der Normverbrauch des 1,7 Tonnen schweren Modells bei nur 5,9 Litern Diesel.

Wankbewegung

Das Fahrverhalten ist betont komfortabel und stimmig für einen Familienkombi. Nicht überzeugen kann die indirekte Lenkung und das spürbare Nick- und Wankverhalten selbst in mäßig schnell gefahrenen Kurven.

Mindestens 37.000 Euro

Das Platzangebot des Subaru Outback ist vorbildlich und der Laderaum hinter einer nur manuell zu bedienenden Heckklappe mit 526 bis 1.726 Litern Volumen ist groß genug.

So bleiben nur die Kunden, die ihr Herz trotz dieser Schwachstellen an Subaru verloren haben und nun auch im 150 PS starken Diesel-Outback um das Schalten herumkommen. Die bekommen einen geräumigen Reisekombi mit Allradantrieb, 20 Zentimeter Bodenfreit und geringem Verbrauch, der seit kurzem mit einer Fünfjahres-Garantie lockt.

Der Basispreis des Outback 2.0 Diesel: 37.000 Euro.

Stärken 

  • gutes Platzangebot
  • ordentliche Serienausstattung
  • Allradantrieb serienmäßig
  • geringer Normverbrauch

Schwächen 

  • hoher Preis
  • schwacher Diesel
  • schwaches Automatik-Getriebe
  • geringer Sitzkomfort
Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff