Ssangyong Actyon Sports

Ssangyong Actyon Sports

Brachialer Korea-Cowboy

Mit dem Pick-up Actyon Sports will der koreanische Autobauer Ssangyong Käufer gewinnen.

11. Oktober 2012

In den USA gelten Pick-ups als Arbeitsgeräte, hierzulande sind sie Kult für Individualisten. Jetzt will der Actyon dem Mazda BT 50 und Deutschland-Platzhirsch VW Amarok Konkurrenz machen.

Allerdings ist der Koreaner mit einer Länge von 4,99 Meter um einiges kürzer als der Deutsche (26 cm) und der Japaner (8 cm).

Das Design ist frischer als beim Vorgänger. Die kantige Motorhaube und die passenden Scheinwerfer können sich sehen lassen.

Allrad bei Bedarf zuschaltbar

Apropos sehen: Die Sitzposition ist ziemlich hoch, dafür die Beinauflage etwas zu kurz und der Seitenhalt zu gering. Aber ein Pick-up ist nicht für das Kurvenräubern gedacht. Das wäre mit der sehr indirekten Lenkung, bei der man sich bisweilen eine Buskurbel wünscht, auch schwer möglich.

Seine Stärken sind der Ritt durch das Gelände oder entspanntes Gleiten über den Asphalt. Bei Bedarf kann der Fahrer den Allradantrieb elektrisch zuschalten.

Raum ist ebenfalls genug vorhanden. Hinter dem Fahrersitz findet man auch als Erwachsener Platz. Auf langen Reisen wird es aber dann doch etwas ungemütlich.

Die Ladefläche ist mit 2,02 Quadratmetern groß genug.

Diesel stark genug

Der 155 PS starke Zwei-Liter-Diesel kommt dank seiner 360 Newtonmeter mit dem zwei Tonnen schweren Aycton-Sports locker klar, wie die Höchstgeschwindigkeit von 172 Stundenkilometern zeigt. Die Handschaltung ist im Vergleich zur etwas lethargischen Automatik, die dem Actyon das Rest-Temperament raubt, die bessere Variante.

Der Durchschnittsverbrauch ist mit 7,5 Litern in Ordnung. Ebenso wie die Verarbeitung, die natürlich kein Premium-Niveau erreicht. Muss sie bei einem Einstiegspreis von 19.990 Euro für den reinen Hecktriebler auch nicht.  Die Hartplastik-Landschaft trübt etwas den Eindruck der sportlich rot hinterlegten Rundinstrumente.

Kein Schnäppchen mehr

Die Quartz-Ausstattung des getesteten Fahrzeugs bietet mit ESP, manueller Klimaanlage USB-Schnittstelle für 25.990 Euro schon einiges, ist allerdings kein Schnäppchen. Zum Vergleich: Ein halbwegs vergleichbarer Mazda BT 50 kostet 29.490 Euro. 

Stärken 

  • annehmbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Verbrauch
  • Raumangebot

Schwächen 

  • schwammige Lenkung
  • viel Hartplastik
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll