Skoda Superb, Typ 3T Facelift

Skoda Superb, Typ 3T Facelift

Platzhirsch

Kaum eine Limousine bietet innen so viel Platz wie der Škoda Superb. Daran hat sich auch nach dem Facelift nichts geändert.

16. Mai 2013

Die aktuelle Superb-Generation ist seit sechs Jahre auf dem Markt - Zeit für eine Überarbeitung. Die spielt sich vor allem unter dem Blechkleid ab. Doch auch Front- und Heckpartie wurden komplett überarbeitet.

Augenfällig sind vor allem die neu entwickelten Frontscheinwerfer, die es erstmals mit Bi-Xenon-Leuchtkraft gibt, mit integriertem LED-Tagfahrlicht und -Blinker. Drei LED-Leuchten formen nun zudem serienmäßig die traditionelle C-Grafik der Heckleuchten.

Platz ohne Ende

Auch innen hat sich nicht sehr viel verändert. Es gibt neue Farbkombinationen und neue Lenkräder.

Im Detail verbessert hat man die vielen guten Ideen wie etwa die Twindoor-Heckklappe, bei der wahlweise entweder - wie bei einer Stufenhecklimousine - nur der Kofferraum oder aber - wie bei einem Schrägheckauto - die gesamte Heckklappe samt Heckscheibe geöffnet werden kann. Jetzt gibt es für jede der zwei Öffnungsarten eine extra Taste.

Platz gibt es ohne Ende. Der Fahrersitz etwa lässt sich für Zwei-Meter-Riesen weit zurückschieben - und trotzdem ist dann hinten noch reichlich Platz für die Knie. Ähnlich der Kofferraum. Der fasst bei der Limousine satte 595 Liter, beim Kombi 633 Liter (maximal 1.865 Liter).

Skoda Superb im Video

 

Vier Benziner und drei Diesel

Deutlich mehr getan hat sich unter der Motorhaube. Nicht zuletzt dank Start-Stopp-Automatik und der Rückgewinnung von Bremsenergie bei allen Diesel- und dem Basis-Benzinmotor mit 125 PS ist der Durst der Aggregate um bis zu 19 Prozent zurückgegangen.

Die Motorenpalette umfasst vier Benziner und drei Diesel mit Leistungen zwischen 125 und 260 PS. Der mit 125 kW/170 PS stärkste Selbstzünder im 2.0 TDI etwa kommt in der handgeschalteten Limousine mit durchschnittlich 4,6 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer klar.

Komfortabel und entspannt

Eine gute Wahl ist die mittlere Diesel-Motorisierung im 2.0 TDI mit 103 kW/140 PS und einem maximalen Drehmoment von 320 Nm, das bereits ab 1750 U/min. anliegt.

Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft er in 10,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit von 212 km/h reicht völlig. Der Verbrauch liegt mit manueller Schaltung bei 4,6 Litern, mit DSG bei 5,2 Litern.

Mit seinen gut 4,8 Metern Länge passt der Superb eher zu gelassenen Fahrern, die viel, zügig, aber vor allem auch komfortabel und entspannt unterwegs sein wollen. Aus dem gleichen Grund sollte man den Superb gleich mit dem seidenweich abgestuften DSG-Schaltgetriebe ordern.

Kaum Assistenzsysteme

Gepatzt hat ŠSkoda beim Superb in Sachen Assistenzsysteme. Es gibt einen Parklenkassistenten, automatisch abblendende Außenspiegel, ein schlüsselloses Schließ- und Startsystem oder adaptive Frontscheinwerfer. Doch das war's dann.

In der Klasse, in der SŠkoda den Superb ansonsten nicht zu Unrecht mitspielen lassen will, ist so viel Entsagung unverzeihlich.

Die Preise starten bei 23.990 Euro für den 125 PS starken 1.4 TSI und reichen bis zu 40.590 Euro für den V6 mit 260 PS in der edelsten Ausstattungslinie L&K. Zum Vergleich: Den VW Passat gibt es ab 25.075 Euro, den Opel Insignia ab 24.745 Euro.

Stärken 

  • sehr viel Platz
  • üppiger Kofferraum
  • sehr gutes DSG-Getriebe
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • gute Verarbeitung
  • bequeme Sitze

Schwächen 

  • fast keine Assistenzsysteme
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff