Seat Toledo, KG

Seat Toledo, KG

Qual der Wahl

Drei Jahre sind eine lange Zeit. Besonders wenn man Spanier ist und sich für Autos interessiert. So lange mussten die Südeuropäerauf ihr langjähriges Erfolgsmodell verzichten.

7. September 2012

Wie bisher soll der Toledo den Transportbedarf von Familien decken und dabei das Budget nicht über Gebühr belasten. Er soll viel Platz für Personen und Gepäck bieten und alle zusammen ökonomisch und ökologisch ans Ziel bringen.

Große Klappe, aber nur hinten

Der neue Toledo bietet Platz für bis zu fünf Personen und hat einen Laderaum mit 550 Liter Fassungsvermögen. Genau wie der Zwillingsbruder Skoda Rapid zeigt der Toledo Kante.

Mit seinen neu designten Scheinwerfern, den trapezförmigen Lufteinlässen und den horizontalen Heckleuchten ist er eine Spur stylisher als der Skoda.

Im Innenraum dominiert wieder die unaufgeregte Sachlichkeit. Alles ist übersichtlich angebracht und die Bedienelemente sind gut erreichbar.

Berganfahrhilfe nur mit DSG

Leider ist die Einstiegsmotorisierung mit dem 55 kW / 70 PS-Dreizylinder wenig überzeugend und allenfalls aus Kostengründen akzeptabel.

Alle anderen angebotenen Motoren arbeiten mit Aufladung. Die Topmotorisierung, den 1.4 TSI (90 kW / 122 PS) gibt es mit einem 7-Gang-DSG-Getriebe.

So ausgestattet beschleunigt der Toledo in 9,5 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h. Dabei verbraucht er mit 5,8 Litern Super weniger als der kleine Dreizylinder.

Sechs Airbags, ABS und ESP sind serienmäßig

So steht der interessierte Kunde plötzlich vor zwei neuen Limousinen in der Kompaktklasse. Für wen man sich entscheidet ist wohl eher eine Geschmacksfrage. Denn auch im Preis unterscheiden sich die beiden kleinen Mittelklasse-Limousinen kaum.

Der Einstiegspreis des Toledo soll bei 13.900 Euro liegen. Die endgültigen Preise der verschiedenen Motorisierungen und Ausstattungen stehen für Deutschland noch nicht fest. Es ist auch noch etwas Zeit: Erst Anfang 2013 kommt der Seat Toledo dann in deutsche Autohäuser.

Stärken 

  • gute Verarbeitung
  • sparsame Motoren
  • gute Sicherheitsausstattung
  • gutes Handling

Schwächen 

  • Einstiegsmotorisierung etwas schwächlich
  • DSG nur mit dem stärksten Motor
Text: Press-Inform / Hans Bast