Renault Captur

Renault Captur

Das Wachstums-Mobil

Das Segment der Kompakt-SUV wächst europaweit. Mit dem Captur will Renault von diesem Kuchen ein möglichst großes Stück abhaben.

11. April 2013

Der Anblick des Captur beruhigt: Das Design ist nah am Clio. Dazu gibt es einige Individualisierungs-Möglichkeiten. Zum Beispiel stehen insgesamt 18 verschiedene Dach-Karosserie-Varianten zur Verfügung.

Das Je-nach-Geschmack-Prinzip setzt sich im Innenraum fort. Der Captur bietet auch hier peppige Details. Die Umrandung der Mittelkonsole, der Lautsprecher und der Lüftungsdüsen sowie die Beleuchtung des Handschuhfachs kann individuell bestimmt werden.

Durch die austauschbaren und waschbaren Bezüge können die zu weichen Sitze verändert werden.

Interieur aus dem Clio

Das schicke Interieur stammt größtenteils vom Clio und bietet verschiedene Oberflächen inklusive Klavierlack. Allerdings passen beim Übergang vom Armaturenbrett zur Tür nicht alle Spaltmaße.

Sinnvolle Detail-Lösungen machen das Verweilen im Captur angenehmer. Das Handschuhfach ist eine elf Liter fassende Schublade.

Verschiebbare Sitzbank

Der Captur ist 4,12 Meter lang und damit zwölf Zentimeter länger als der Clio, aber 15 Zentimeter kürzer als der Renault Clio Grandtour.

Das wirkt sich auch im Platzangebot aus. Die hintere Sitzbank ist um 16 Zentimeter in der Längsrichtung verschiebbar. Das vergrößert die Beinfreiheit ganz enorm.

Dennoch bleibt der Kofferraum mit einem Volumen von 377 bis 1.235 Litern und einer maximalen Ladelänge von 1,51 Metern alltagstauglich. Der höhenverstellbare Gepäckraumboden mit abwaschbarer Gummiseite dürfte im täglichen Einsatz von Vorteil sein. Allerdings ist die Ladekante mit einer Höhe von 73 Zentimetern etwas zu hoch.

Unharmonisches Fahrwerk

Das unharmonsiche Fahrwerk zählt nicht zu den Stärken des Captur: Es gibt einerseits sehr deutlich Rückmeldung über Straßenunebenheiten und schwingt andererseits bisweilen nach.

Das Doppelkupplungsgetriebe erinnert eher an eine herkömmliche Wandelautomatik. Das ist dem Temperament des nicht besonders ambitioniert zur Sache gehenden 120-PS-Benziners nicht gerade zuträglich. Dabei kann man mit Renaults Kompakt-SUV ziemlich schnell in Kurven fahren.

Günstiger Einstiegspreis

Mit einem Einstiegspreis von 15.290 Euro für den 90 PS-Otto-Motor mit Start-Stopp steht der Captur im Vergleich zur Konkurrenz ziemlich gut da. Ein Chevrolet Trax kostet 1.700 Euro mehr, beim Opel Mokka sind es schon 3.700 Euro.

Ab 17.290 Euro gibt es bei der Ausstattungslinie Dynamique unter anderem eine manuelle Klimaanlage, das Schubladen-Handschuhfach, eine 4x20-Watt-Stereoanlage mit USB-Anschluss sowie 16-Zoll-Alufelgen.

Der gefahrene Top-Benziner hat das Luxe-Paket und kostet mindestens 20.890 Euro.

Stärken 

  • schickes Design
  • Variabilität
  • günstiger Einstiegspreis

Schwächen 

  • unharmonisches Fahrwerk
  • Verarbeitungsmängel
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll