Porsche 911 Carrera 4S, 997

Porsche 911 Carrera 4S, 997

Der Alleskönner

Mit der sechsten Generation des 911er kehrt Porsche optisch wieder zu den Wurzeln der Baureihe zurück. Dazu gibt es ein fast perfektes Fahrverhalten.…

15. Januar 2012

Die Zeit der Spiegeleier-Augen ist vorbei. Die Scheinwerfer beim neuen Porsche 911 sind wieder rund und ein Teil der kritischen Fangemeinde besänftigt. Schließlich fühlen sich Porsche-Fahrer der Tradition der Kultbaureihe 911 verbunden. Doch das ist nur ein Teil der guten Nachricht: Optisch ist der 997 (so die interne Bezeichnung der Modellreihe) ein Genuss. Das Heck mit den breit ausgestellten Radläufen lässt das Herz jedes Sportwagen-Aficionados höher schlagen.

Solide Verarbeitung des Cockpits

Das Cockpit schmeichelt ebenfalls allen Sinnen. Porschetypisch sind die fünf Instrumenten-Röhren mit dem Drehzahlmesser als Mittelpunkt. Die Bedienung gibt wenig Rätsel auf. Nur die Schalter an der Mittelkonsole sind zu klein geraten. Wer die bei der Spitzengeschwindigkeit von 288 km/h bedienen will, braucht eine gute Auge-Hand-Koordination. Bei der Verarbeitung wurde gegenüber dem Vorgänger noch einmal an der Perfektionsschraube gedreht.

Auch entspanntes Gleiten möglich

Das Gleiche gilt auch für den Sechszylinder Boxer-Motor, der sonor brummend nur darauf wartet, bis der Fahrer die 355 PS von der Kette lässt. Dann brüllt er lustvoll auf und schiebt die Allradmaschine (von null auf 100 in 4,8 Sekunden, Durchschnittsverbrauch: 11,8 Liter/100 km) mit brachialer Gewalt an. Doch auch das entspannte Gleiten ist mit dem neuen Porsche kein Problem. Und das ist vielleicht der größte Fortschritt.

Der Fahrer hat die Wahl

Entspannter und souveräner lässt sich kein anderer Sportwagen bewegen. Das ist ein Ergebnis der peniblen Abstimmungsarbeit des Cheftesters Walter Röhrl. Beim Carrera 4S hat der Fahrer per Knopfdruck die Wahl: Das aktive Dämpfersystem PASM (Porsche Active Suspension Management) zwischen sportlich-komfortabler und straffer Abstimmung wählen. Während Letztere sich für die ambitionierte Kurvenhatz eignet, kann man mit der kommoderen Einstellung auch längere Strecken entspannt absolvieren. Dazu tragen auch die Sportsitze bei, die den Fahrer umschließen, wie ein Handschuh die Hand.

Der neue 911er macht seinen Namen wieder alle Ehre und vereint zudem Komfort und Sportlichkeit. Doch das lassen sich die Zuffenhausener auch bezahlen: Der Carrera 4S kostet 92.865 Euro, das sind 17.685 Euro mehr als beim Standard-Modell. Immerhin sind ESP und sechs Airbags serienmäßig.

Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters