Peugeot RCZ, Modellpflege

Peugeot RCZ, Modellpflege

Frischer Franzose

Der Peugeot RCZ ist unter das Designermesser gekommen. Eine neue Nase und ein paar neue Ausstattungselemente sind hinzugekommen.

29. April 2013

Mit dem RCZ von Peugeot ging auf der IAA 2009 der Angriff auf den Ingolstädter Audi TT los. Sehen sich beide Sportcoupés verblüffend ähnlich, wird beim zweiten Blick und vor allem beim Fahren schnell klar: die Franzosen wollten zu viel.

Denn mit dem 2,0 Liter großen Dieselmotor hat sich die Marke mit dem Löwen im Logo keinen Gefallen getan. Jetzt wurde zumindest an der Außenhaut ein wenig korrigiert.

Neue Front

Der zuvor gewaltig wirkende Lufteinlass in der Nase des RCZ ist geschrumpft worden. An den seitlichen Enden der nun sehr geschwungenen Front befinden sich LED-Tagfahrleuchten.

Der 4,29 Meter lange, 1,85 Meter breite und 1,36 Meter hohe Peugeot kann zudem in zwei zusätzlichen Außenfarben und mit 19 Zoll-Leichtmetallfelgen sowie einer Alcantara-Leder-Polsterung geordert werden.

Der Kofferraum des 2+2-Sitzers lässt sich durch Umklappen der Rückbank von 321 auf 639 Liter erweitern.

5,3 Liter Verbrauch

Der Vierzylinder-Dieselmotor leistet 163 PS und leitet bis zu 340 Newtonmeter Drehmoment an die Vorderachse weiter.

Für die richtige Gangwahl muss der Fahrer selbst sorgen. Den RCZ mit Dieselantrieb gibt es nur mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe.

Der Sprint bis Tempo 100 ist nach 8,7 Sekunden vorbei. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 225 Kilometern pro Stunde.

Der 1.486 Kilogramm schwere RCZ verbraucht 5,3 Liter auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 139 Gramm pro Kilometer entspricht.

Sportlichkeit kommt nicht auf

Der im Stand durchaus modern und sportlich wirkenden Peugeot RCZ 2.0 l HDI FAP enttäuscht leider schon auf den ersten Metern. Weder der Motorsound, noch das Beschleunigungsverhalten sind einem Sportler angemessen.

Beim Hochschalten gönnt er sich zu lange Antriebspausen und das hohe Drehmoment kommt durch den Frontantrieb kaum auf der Straße an.

Zudem stören der riesige Rückspiegel und die sehr breiten A-Säulen den Blick beim Durchfahren von Kurven. Die Federung ist hingegen äußerst komfortabel abgestimmt.

Preis

Wer sich für den Peugeot RCZ entscheidet, fährt gut. Allerdings nur, wenn unter der Haube nicht der 30.650 Euro teure Dieselmotor arbeitet.

Für exakt den gleichen Preis steht der 200 PS starke Benziner im Peugeot-Regal. Er überzeugt sowohl durch seine Fahrleistungen als auch durch seinen Klang.

Der Diesel in Kombination mit Frontantrieb hat nichts im RCZ verloren.

Stärken 

  • als Benziner sehr sportlich zu fahren
  • schickes Design

Schwächen 

  • unnötiger Dieselmotor
  • wenig Übersicht
Text: Press-Inform / Marcel Sommer