Pagani Huayra

Pagani Huayra

Die Büchse der Pandora

Der Pagani Huayra ist nach einem Anden-Gott benannt. Einmal entfesselt, ist der ungestüme Vorwärtsdrang des Edel-Renners kaum zu stoppen.

18. September 2012

Wer sich einen Pagani Huayra leisten kann, hat es wirklich geschafft. Der Luxus-Renner kostet 892.000 Euro, ohne Steuern. Auch das Design ist außergewöhnlich und erinnert an einen Düsenjet. Elektrisch gesteuerte Klappen sogen für den nötigen Abtrieb.

Hebel erinnern an Steuerknüppel

Die Hebel erinnern an Steuerknüppel und kleine Ledergürtel, wie sie an alten Reisekoffern zu finden waren, verschließen Motorhaube. Wer einen Pagani fährt, gehört sicher nicht zu den zurückhaltenden Zeitgenossen.

Das Cockpit erschlägt einen fast, aber eben nur fast mit seinem Mix aus glitzerndem Alu oder Chrom, handgefertigten Carbonteilen und edlem Leder.

Motor kommt von AMG

Nomen est Omen: "Huayra Tata" heißt in der Sprache der Aymara, einem Bergvolk Boliviens, "Gott des Windes". Dementsprechend engagiert geht der Super-Sportwagen auch zur Sache: 730 PS und ein brachiales Drehmoment von 1.000 Newtonmeter katapultieren den 4,60 Meter langen und 1,17 Meter hohen göttlichen Tiefflieger auf 360 Stundenkilometer.

Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in ist in 3,3 Sekunden absolviert. Dabei hat der Motorensound, der an einen startenden Jet erinnert, Suchtpotential. Das ist gewollt: "Man soll sich fühlen wie ein Pilot, kurz bevor sein Jet abhebt", sagt Firmenchef Horacio Pagani.

Der Motor kommt der Mercedes-Tuningschmiede AMG und ist eine weiterentwickelte Version des V12-Biturbos, der auch im SL 65 zu finden ist.

Kraft in Armen und Beinen nötig

So schick der Huayra auch ist. Wer ihn bewegen will, braucht Kraft für die Lenkung und die Kupplung. Auch ein gewisses fahrerisches Können sollte vorhanden sein. Der Pagani will rangenommen werden.

Hat man das im Griff, macht die Mixtur aus Kampfjet und GoKart jeden Meter Spaß. Kurven anpeilen, einlenken und beim Herausbeschleunigen die unwiderstehliche Kraft der 1.000 Newtonmeter genießen.

Dabei ist der Verbrauch von 15 Litern auf 100 Kilometer - das entspricht einem Ausstoß von 343 g CO2/km - durchaus moderat.

Spider kommt

Wer einen will, sollte schnell zugreifen. 100 Exemplare sind bereits vorbestellt und erst 15 gebaut. Produziert wird der 1.350 Kilogramm schwere Bolide in San Cesario, sul Panaro, einem Vorort von Modena. Maximal werden es 250 sein. Die nächste Variante ist schon in Planung - es wird ein Spider sein.

Stärken 

  • Exklusivität
  • GoKart-Feeling
  • edle Materialien

Schwächen 

  • kleiner Kofferraum
  • Preis
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll