Opel Mokka

Opel Mokka

Geht doch!

Opel will auch am wachsenden Segment der kleineren SUVs teilhaben und steigt mit dem Mokka in den Ring. Ist der Rüsselsheimer stark genug, um der Konkurrenz das Fürchten zu lehren?

13. Oktober 2012

Schon auf den ersten Blick macht der 4,28 Meter lange Mokka was her. Stramm und bullig steht er mit kurzer, konturierter Motorhaube, ansteigender Fensterlinie und kantigem Heck da. Damit soll das kompakte SUV einem jungen und aktivem Publikum zusagen.

Die freuen sich über die erhöhte Sitzposition. Der insgesamt gute Rundumblick wird durch die breiten C-Säulen und die sich verjüngenden Seitenfenster etwas beeinträchtigt.

Der Kofferraum hat ein Volumen von 356 Liter, das bei umgelegten Rücksitzen und ebenen Ladeboden auf 1.372 Liter anwächst. Damit ist das Gepäckabteil nicht top, aber groß genug. Apropos: Vier erwachsene Menschen finden im Mokka problemlos Platz.

Cockpit übersichtlich

Das Cockpit ist solide verarbeitet und übersichtlich. Das leicht unterschäumte Armaturenbrett schmeichelt dem Tastsinn. Die Mittelkonsole ist, wie bei Opel üblich, etwas überladen, aber die grundlegenden Funktionen sind schnell anwählbar. Die Knöpfe könnten etwas weniger fummelig sein.

Allerdings sind die roten Monochrom-Anzeigen im Zentraldisplay zu pixelig. Dafür funktioniert die Verkehrsschilderkennung gut. Wer will kann auch abrufen, wieviel Sprit die Klimaanlage oder das beheizbare Heckfenster gerade konsumiert.

Bekannter Top-Turbobenziner

Der 1,4 Liter Turbo-Motor leistet 140 PS und hat 200 Newtonmeter Drehmoment. Damit ist man definitiv nicht untermotorisiert. Soll es ambitionierter vorangehen, muss man das Triebwerk allerdings hochdrehen, was dieses mit einem Brummen quittiert.

Im Durchschnitt soll der Mokka 6,4 Liter pro 100 verbrauchen und wird damit sicher nicht zum Öko-Sünder.

Ausgewogenes Fahrwerk

Das Fahrwerk bietet einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit. Obwohl Unebenheiten zuverlässig weggefiltert werden, kann man mit dem Mokka durchaus engagiert um die Ecken pfeifen. Die elektromechanische Lenkung ist direkt genug, um sauber durch die Kurven zu zirkeln. Dabei ist ein leichtes Schieben über die Vorderräder festzustellen.

Wird Traktion benötigt, dann werden die Hinterräder dazugeschaltet. Maximal wird die Kraft paritätisch auf die Vorder- und Hinterräder verteilt. Dann fährt sich der Mokka noch neutraler.

Kampfansage

Der Mokka ist ab 18.990 Euro mit dem 1.6-Liter-115-PS-Motor und reinem Frontantrieb zu haben. Dafür gibt es eine Klimaanlage, ESP, ein Start-Stopp-System sowie ein CD-Radio.

Beim gefahrenen Top-Benziner sind für 25.930 Euro noch eine Zwei-Zonen-Klimaanlage, Parkpiepser vorne und hinten, das adaptive Fahrlicht und ein Regensensor serienmäßig an Bord.

Stärken 

  • gute Platzverhältnisse
  • Ausstattung
  • fairer Preis

Schwächen 

  • etwas überladene Mittelkonsole
  • pixliges Zentraldisplay
  • Motor bei hohen Drehzahlen brummig
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll