Opel Astra Limousine, Astra J

Opel Astra Limousine, Astra J

Von Moskau nach Deutschland

Vor wenigen Tagen wurde die Astra-Limousine auf der Moskau Motorshow vorgestellt. Jetzt kommt sie nach Deutschland. Neu ist auch der aus dem Insignia bekannte Bi-Turbo-Diesel mit 195 PS.

3. September 2012

Das Wichtigste bei einer Stufenheck-Limousine der Kompaktklasse? Der Kofferraum und der Platz im Fond. Schließlich sitzen die Käufer eines solchen Autos des Öfteren mit der näheren Verwandtschaft im Auto. Der Kofferraum ist mit einem Fassungsvermögen von 460 bis 1.010 Litern dieser Aufgabe durchaus gewachsen. Störend ist nur die relativ hohe Ladekante. Auch eine Griffmulde zum Öffnen des Gepäckteils sucht man vergebens. Legt man die Rücksitzlehne um, entsteht eine Kante im Ladeboden.

Viel Platz

Den Spitznamen "Mini-Insignia" hat sich die kompakte Familien-Limousine verdient. Zum einen erinnert das Design mit der markant abfallenden Dachlinie durchaus an den größeren Mittelkasse-Bruder. Zum anderen lässt es sich auch im Astra im Fond ganz entspannt reisen. Auch großgewachsene Menschen finden hinter dem Fahrer genug Platz.

Opel Astra J im Video

 

Neue Assistenzsysteme

Im Detail offenbaren sich allerdings kleinere Schwächen. Der Kofferraum lässt sich nur per Fernbedienung und durch einen Knopf auf der Mittelkonsole öffnen und schnellt automatisch hoch. Eine Griffmulde sucht man vergebens.

Die untere Seite der Hutablage ist nicht verkleidet und die Ladekante einen Schuss zu hoch. Außerdem muss man das Gepäck über einen relativ hohen Absatz in den Kofferraum wuchten. Der ist mit 460 Liter Fassungsvermögen durchaus brauchbar. Legt man die teilbare Rückbank um, werden sogar 1.010 Liter daraus (beladen bis zur Hutablage). Allerdings hat der Ladeboden dann eine Kante.

Was die Assistenzsysteme angeht, schließt der Astra die Lücke zum Insignia: verbesserte Versionen des Verkehrsschildwarners und des Spurassistenten inklusive Toter-Winkel-Warner sind gegen Aufpreis erhältlich. Ab Herbst gibt es einen radarbasierten Abstandswarner, der den Fahrer mit einem Bremseingriff unterstützt.

Komfort insgesamt gut

Ansonsten findet sich der Astra-Fahrer schnell zurecht: Angefangen von der etwas mit fummeligen Knöpfen überladenen Mittelkonsole, bis hin zu den aufpreispflichtigen (390 Euro) guten Ergonomiesitzen. Der Komfort passt auch bei der Astra-Limousine.

Schließlich wurde das Fahrwerk ein zu eins übernommen, also muss man sich auch an die etwas synthetisch wirkende Lenkung gewönnen.

Der 130-PS-Diesel ist in die Jahre gekommen und wird im nächsten Jahr durch eine neue Generation von modernen Selbstzündern abgelöst.

Bi-Turbo-Diesel

Neu beim Astra ist der aus dem Insignia bekannte Bi-Turbo-Diesel mit 195 PS. Ab 1.250 Umdrehungen stehen 320 Newtonmeter bereit, und so lässt es sich mit dem Astra bequem cruisen. Nur 500 U/min mehr ist dann das Maximum von 400 Newtonmetern erreicht.

Das Triebwerk ist kultiviert aber akustisch durchaus präsent. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 226 km/h und der Verbrauch 5,1 l/100 km (GTC 4,9 Liter).

Allerdings kommen nur der GTC, der Fünftürer und der Sportstourer in den Genuss des neuen Selbstzünders.

Der Preis steht noch nicht fest, dürfte aber über den 24.590 Euro liegen, die Opel für den bisherigen 165-PS-Top-Diesel verlangt. Die Limousine mit dem 100-PS-1,4-Liter-Benziner beginnt bei 18.720 Euro. Dafür sind ESP, sechs Airbags und eine manuelle Klimaanlage serienmäßig.

Stärken 

  • großer Kofferraum
  • Komfort
  • fairer Einstiegs-Preis
  • viel Platz im Fond

Schwächen 

  • hohe Ladekante
  • müder 130-PS-Diesel
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll