Attraktives Sondermodell

Fahrbericht Opel Adam Rocks 1.0

Adams Kostüm

Schick gemacht für Eva. Opels Kleinwagen Adam kommt jetzt in cooler Streetware und flotten Motoren. Dazu ist der Stadtflitzer serienmäßig mit jeder Menge Extras bestückt, und weitere Accessoires kosten nicht die Welt

17. September 2014

Nackte Tatsachen können ziemlich schick aussehen: Opel Adams neue Kostüm macht den Kleinwagen bulliger, dynamischer und irgendwie kraftvoller. Das ist natürlich alles nur Imponiergehabe, um Aufmerksamkeit zu erregen. Adam ist eben doch ein Männchen, das seine Eva beeindrucken möchte.

Tatsächlich trägt die neueste Variante des Rüsselsheimer Stadtflitzers ziemlich dick auf: Breite Reifen, bullige Schürzen und allerhand Kunststoffzierrat - fertig ist der City-SUV. "Schaut her, was ich alles kann", scheint der kleine Opel Adam Rocks lauthals zu tönen.

Doch wir sehen auch: Er ist ein kleiner Blender, denn im Gelände braucht man es mit ihm trotz leicht erhöhter Bodenfreiheit gar nicht erst zu versuchen: Ein Allradantrieb ist ebenso wie bei den größeren Modellen Corsa und Astra nicht einmal gegen Aufpreis zu bekommen. Besonders kraftvoll steht der Adam Rocks mit den optionalen 18-Zöllern auf der Straße.

 

 
 

 

Üppige Serienausstattung

Der Innenraum des Opel Adam Rocks entspricht abgesehen vom serienmäßigen Faltdach weitgehend dem des Standard-Adam. Eine einstufige Sitzheizung, lieblose Lenkstockhebel oder die rote Multifunktionszeige zwischen den Runduhren sind in einem Trendprodukt der Gegenwart - und das will der Opel Adam Rocks ja eindeutig sein - vielleicht doch etwas mickrig.

Doch der Rest passt: Das griffige Lenkrad liegt ebenso gut in der Hand wie der mit Leder bezogene Schaltknauf. Auch die restliche Ausstattung ist üppig für die Kleinwagen-Klasse: Serienmäßig sind Klimaanlage, Bluetooth-Schnittstelle, Soundsystem, elektrische Spiegel und Tempomat an Bord. Auf Wunsch können die Käufer den Rocks mit Details wie Klimaautomatik, 18-Zöllern, Lenkrad- / Sitzheizung, LED-Leuchten oder einer Einparkhilfe und ein Basisangebot von Assistenzsystemen erhalten.

Gut und günstig ist das gerade einmal 300 Euro teure Radio IntelliLink mit seinem sieben Zoll großen Bildschirm, über das sich Navigation, Bilder und Filme anschauen oder spezielle Apps bedienen lassen. Damit spart der Käufer sogar noch 200 Euro für digitalen Radioempfang und 400 Euro für das Infinity-Boxensystem.

Geringer Aufpreis für Scheibenbremsen

Auch bei den Motoren rockt der Adam deutlich besser als die Serienmodelle: Zwei neue Dreizylinder, jeweils mit 1,0 Liter Hubraum, leisten 66 kW / 90 PS bzw. 85 kW / 115 PS - das bringt jeweils 25 PS mehr Wumms, und damit fährt der rockige Adam ganz spürbar agiler.

Weil der Adam damit besser beschleunigt, und weil gerade im Großstadt-Revier die nächste rote Ampel nicht weit ist, empfehlen sich auch die zusätzliche Scheibenbremsen hinten, die nur für die 115-PS-Variante angeboten werden. Doch o Wunder: Sie kosten gerade einmal 300 Euro Aufpreis. Selten ist dem Kaufinteressenten die Entscheidung derart leicht gemacht worden, denn an dem 115 PS starken Opel Adam Rocks 1.0 führt für einen Basispreis von 18.790 Euro kaum ein Weg vorbei.

Der Preisunterschied von 2.300 Euro zum vergleichbaren Opel Adam wird einem durch Optik, das Stoffdach und die 17 Zoll großen Alufelgen versüßt.

Fahrspaß dank Turbo und Handschaltung

Abgesehen vom leichten Dreizylinder-Schnattern beim Anfahren hält sich das Motorengeräusch im Fahrbetrieb dezent im Hintergrund. Dabei erfreut der flotte Durchzug des modernen Triebwerks, das zukünftig auch in den größeren Corsa und ab 2015 in mehreren Leistungsstufen wohl auch in das Kompaktklassemodell Astra Einzug hält.

Das Euro-6-Triebwerk stellt sein maximales Drehmoment von 170 Nm zwischen 1.800 und 3.700 U/min zur Verfügung und kommt dann flott voran. 0 auf Tempo 100 schafft der Adam Rocks in 9,9 Sekunden. Mit 196 km/h Spitzengeschwindigkeit steht auch der linken Spur auf der Autobahn nichts mehr im Wege. Beim Normverbrauch liegt bei ein Liter große Direkteinspritzer mit 5,1 Litern jedoch hinter der schwächeren 90-PS-Variante (4,5 Liter) und der Konkurrenz mit VW Polo oder Mini Cooper zurück. Die 115 PS haben mit den knapp 1,2 Tonnen des Fronttrieblers keinerlei Mühe.

Bevor der Turbo zuschlägt, müht sich der Motor zwar ein wenig, doch danach beschleunigt Adam energisch. Auch die neue Sechsgang-Handschaltung hat ihren Anteil am Fahrspaß, den man am Steuer des Opel Adam Rocks 1.0 verspürt. Das Fahrwerk mit McPherson-Radaufhängung vorn und Torsionslenkerhinterachse wurde für den Wagen angepasst und die Bodenfreiheit der rustikalen Optik wegen um 15 Millimeter erhöht.

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Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff