Nissan Qashqai, 2. Generation

Nissan Qashqai, 1. Generation

Publikumsliebling

Die erste Qashqai-Generation wurde für Nissan zum Volltreffer. Jetzt kommt der Nachfolger - besser denn je.

17. Januar 2014

Nissan ersetzte sein dröges Kompaktklassemodell Almera vor sieben Jahren mit dem lässigen SUV Qashqai und landete einen Volltreffer. Die Dimensionen des Erfolges kamen selbst für die Japaner überraschend. Aus den ehemals geplanten 100.000 Europa-Verkäufen pro Jahr wurden 250.000.

Der neue Nissan Qashqai soll die Erfolgsgeschichte der ersten Generation fortschreiben. Preislich geht es bei 19.940 Euro für den Basisbenziner Qashqai 1.2 DIG los.

Mehr Platz - mehr Komfort

Gut sieht er schon einmal aus, der neue Qashqai, und Platz hat er auch. Das 4,38 Meter lange SUV ist 4,7 cm länger, 2,6 cm breiter und 1,5 cm flacher als sein Vorgänger. Trotz der niedrigeren Höhe ist die Kopffreiheit vorne wie hinten fast identisch.

Es gibt zudem mehr Platz für Beine und Ladung. Ab sofort schluckt der Laderaum 430 Liter und wurde mit einer weit nach oben öffnenden Heckklappe und einem praktischen Doppelboden flexibler. Eine elektrische Heckklappenbedienung fehlt.

Deutlich gewonnen hat auch der Innenraum des Japaners, der sich nun übersichtlicher und wertiger als bisher präsentiert. Bereits ab der niedrigsten Ausstattungsvariante Visia gibt es unter anderem Fünf-Zoll-Bildschirm, Bluetooth, Reifendruckanzeige, Berganfahrhilfe und Klimaanlage serienmäßig.

Der optionale Safety Shield bietet unter anderem Antikollisionssystem, Müdigkeitswarner, Verkehrsschilderkennung, Spurwechsel- und Totwinkelwarner sowie LED-Scheinwerfer, Einparkautomatik und einen 360-Grad-Bildschirm.

Ausgewogenes Fahrwerk

Was die Architektur des Fahrwerks betrifft, so benutzt die neue Qashqai-Plattform eine McPherson-Achse vorn und eine von zwei verschiedenen Achsarten hinten: die Fronttriebler verfügen über eine Verbundlenkerachse während die Allradmodelle ein unabhängiges Mehrlenkersystem nutzen.

Die so erreichten Ergebnisse sind gut: der Wagen tritt besser auf als bisher, mit weniger Querbewegungen der Karosserie in den Kurven und mit einer größeren Fähigkeit, Unebenheiten zu schlucken. Ein Teil dieser Verbesserung geht auf die Kappe der neuen Doppelkolbenstoßdämpfer.

Die in zwei Modi einstellbare Servounterstützung der Lenkung des rund 40 Kilogramm leichter gewordenen Qashqai ist präziser als beim Vorgänger.

Etwas schwacher Basismotor

Als Einstiegsmotor dient ab Juni der Qashqai 1.2 DIG mit 85 kW / 115 PS und 190 Nm. Die moderne Antriebseinheit mit Direkteinspritzung und Aufladung will gegen die bisherige Übermacht des Diesel-Blocks im Nissan Qashqai ankämpfen. 0 auf Tempo 100 schafft der Basis-Japaner in knapp elf Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h. Die Einheit wird den 1.6-Sauger des alten Qashqai ersetzen, mit vergleichbarer Leistung und Performance, jedoch mit einem deutlich niedrigeren Verbrauch von 5,6 Litern.

Der Motor arbeitet zurückhaltend und drehfreudig, verlangt jedoch nicht nur beladen nach häufigem Herunterschalten. Die 1,2 Liter Hubraum sind in dieser Liga ein wenig dünn.

Überarbeiteter Diesel

Erwartetes Volumenmodell bleibt der überarbeitete Qashqai 1.5 dCi (ab 21.890 Euro), dessen Drehmoment auf 260 Nm erhöht wurde und vor allem in einem niedrigeren Drehzahlband ab 1.750 U/min verfügbar ist.

So wird er zum Nissan-Modell mit dem sparsamsten Diesel aller Zeiten, mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,8 Litern Diesel bzw. 99 g CO2/km. Das mach den Quashqai auch noch zum Kompakt-SUV mit dem niedrigsten Verbrauch. Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h.

Die Aufladung wurde verbessert und die Motorsteuerung weiterentwickelt, das Ergebnis ist eine schnellere Leistungslieferung, eine dauerhaftere Leistungsfähigkeit in einem großen Drehzahlspektrum und ein leiseres Betriebsgeräusch. Im Vergleich zu dem 1,5-Liter-dCi der ersten Qashqai-Generation ist das neue Modell mit 81 kW / 110 PS über 30 Prozent sparsamer.

Neben der verbesserten Aerodynamik und dem mit 1,4 Tonnen niedrigeren Gewicht des neuen Modells trägt auch die aktive Schließung des Kühlergrills zur Minderung des Verbrauchs bei.

Bis auf weiteres wird nur das aktuelle Topmodell des Nissan Qashqai 1.6 dCi Acenta mit Allradantrieb zu bekommen sein - ab 28.900 Euro.

Stärken 

  • gelungenes Auftreten
  • gutes Platzangebot
  • Angebot an Assistenzsystemen

Schwächen 

  • kleine Motorauswahl
  • Allradantrieb nur für das Topmodell
Text: Press-Inform / Joaquim Oliveira | Bildmaterial: press-inform / Nissan