Nissan Note, E12

Nissan Note, E12

Notewechsel

Nissan bringt einen gründlich überarbeiteten Note auf die Straße - mit viel Platz und elektronischen Assistenten, die bisher höheren Fahrzeugklassen vorbehalten waren.

27. Juni 2013

Besonders stolz ist man bei Nissan auf das, was sich unter dem Namen Safety Shield verbirgt - nichts revolutionär Neues, aber Features, die es im Kleinwagensegment so bisher nicht als Standard gibt. Das Safety Shield des Note etwa ist ein Paket aus einem System zur Erkennung beweglicher Objekte, Spurhalte- und Tote-Winkel-Assistent.

Die Daten für alle drei Systeme kommen über eine Weitwinkel-Kamera am Heck, die sich auch bei schlechtem Wetter selbst sauber hält. Das Rundumsicht-System "Around View Monitor" (AVM) des Note hat Nissan selbst entwickelt und nutzt es schon länger, vor allem bei den größeren SUV. Vier um das Auto verteilte Kameras bringen eine 360-Grad-Sicht auf das Navi-Display. Zur Not lässt sich der Note so komplett über den Bildschirm lenken.

Ebenfalls neu im Note: das Infotainment-System NissanConnect, das auch die "Send-to-Car"-Funktion von Google nutzt. So kann man etwa zuhause am PC via Google Maps eine Tour zusammenstellen und mit wenigen Klicks über ein Bluetooth-fähiges Handy in das Navigationssystem des Note senden.

Viel, viel Platz - auch hinten

Dazu kommen die altbekannten Pluspunkte. Üppig Platz zum Beispiel. Vorne sowieso, aber auch hinten in der zweiten Reihe. Kein VW Golf kommt an die Kniefreiheit, die der 4,1 Meter lange Note bietet, auch nur heran. Schon der Zustieg ist bequem, weil die Hecktüren 90 Grad weit aufschwingen.

Der Laderaum hat je nach Position der Rückbank mindestens 195 Liter Stauraum, die sich auf bis zu 2.012 Liter erweitern lassen.

Drei Motoren zur Auswahl

Für den Note stehen drei Motoren zur Auswahl, alle mit Start-Stopp-Funktion: zwei 1,2-Liter-Benziner mit 59 kW/80 PS oder mit 72 kW/98 PS sowie ein 1,5-Liter-Diesel mit 66 kW/90 PS. Empfehlenswert ist davon der Diesel.

Die Benziner haben etwas Mühe, den Note auf Touren zu bringen. Der Common-Rail-Diesel dagegen kommt beim Beschleunigen der 1,2 Tonnen besser in die Puschen. Er braucht knappe zwölf Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 179 km/h erreicht.

Den Norm-Verbrauch des Selbstzünders gibt Nissan mit 3,6 Liter auf 100 Kilometern an, das entspricht einer CO2-Emission von 95g/km.

Realer ist ein Durchschnittsverbrauch von 5,5 Litern. Wer den Eco-Modus nutzt, der schafft auch 4,2 Liter.

Europäisiertes Fahrwerk

Das Fahrwerk des in Großbritannien gebauten Note ist ebenso wie ein paar Designmerkmale und die Sitze auf europäische Straßenverhältnisse und Vorlieben hin ausgelegt. Auch grobe Fahrbahnunebenheiten schlagen kaum durch, in Kurven bleibt der Note brav in der Spur und man kann mit ihm sehr entspannt und unangestrengt unterwegs sein.

Dazu kommt eine Lenkung, die präzise und ausreichend direkt ist.

Die 20.000-Euro-Grenze lässt sich knacken

Als Basisbenziner wird der Note zum Einstandspreis von 13.990 Euro zu haben sein.

Wer sich allerdings die schon serienmäßig üppig ausgestattete Teckna-Version gönnt, ist mindestens 19.590 Euro los. Mit zusätzlichem Glasdach lässt sich auch die 20.000-Euro-Grenze knacken.

Stärken 

  • flotter Diesel
  • üppiges Platzangebot
  • bequemer Einstieg
  • variabler Laderaum
  • bequeme Sitze
  • einfache Bedienung
  • hilfreiche Assistenzsysteme

Schwächen 

  • schwachbrüstige Benzinmotoren
  • Lenkrad nur in der Neigung verstellbar
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff