Mitsubishi Space Star

Mitsubishi Space Star

Japanischer Lebensraum

Mit dem Colt-Nachfolger Space Star will Mitsubishi weltweit wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren.

14. Februar 2013

Nutzwert steht beim Space Star ganz weit oben im Lastenheft. Denn der 3,71 Meter lange Japaner macht seinen Namen, was das Raumangebot angeht, alle Ehre. Sowohl auf den Vordersitzen als auch im Fond finden erwachsene Menschen Platz. Auch der Einstieg in die hintere Sitzereihe ist dank der vier Türen keine artistische Herausforderung.

Auch der Kofferraum ist mit einem Fassungsvermögen von 235 Litern deutlich mehr als ein Ablagefach. Zumal er sich durch das Umlegen der Rücksitze noch deutlich vergrößern lässt. Allerdings ist der Boden dann nicht eben und auch die Ladekante ist recht hoch.

Problemlose Bedienung

Das Cockpit ist übersichtlich und die Bedienung problemlos. Damit es nicht gar so trist ist, frischen Klavierlack-Applikationen die nüchterne Hartplastik-Landschaft auf. Auch wenn das Lenkrad nur in der Höhe verstellbar ist, ist eine angenehme Sitzposition schnell gefunden.

Dank der schmalen A-Säulen und der tiefen Schulterlinien genießt man eine gute Rundumsicht.

Leichtgewicht

Mit 845 Kilogramm ist der Space Star ein echtes Leichtgewicht. Daher hat der 80-PS-Dreizylinder-Motor mit dem Kleinwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h keine großen Probleme.

Die 100 km/h-Marke ist aus dem Stand nach 11,7 Sekunden erreicht, auch der Stadtverkehr stellt kein allzugroßes Hindernis dar. Allerdings macht der neu entwickelte Dreizylinder-Benziner konzeptbedingt aus seiner Anwesenheit kein großes Geheimnis. Höhere Drehzahlen intensivieren die knurrige Präsens des Aggregates nur noch.

Grüne Leuchten

Dafür hält sich der Mitsubishi an der Zapfsäule mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,3 Liter/100 km vornehm zurück. Ein Grund ist das bei der 1,2-Liter-Version serienmäßige Start-Stopp-System und aerodynamische Kunsgriffe, wie ein Dach, das sich zum Heck hin verjüngt und eine Unterbodenverkleidung, die dem Space Star einen sehr geringen cW- Wert von 0,27 bescheren.

Der sogenannte Eco-Drive-Assistent gibt per vier Leuchtdioden immer Rückmeldung über die ökologische Fahrweise. Sind die Lichter grün, ist alles im Butter. Bei schwererem Gasfuß nimmt die Anzahl der grünen Leuchten ab und die vierte, orangene signalisiert übermäßigen Spritverbrauch.

Kommodes Reisen

Das Reisen mit dem Space Star ist kommod. Der Radstand von 2,45 Metern verleiht dem Space Star eine entspannende Gutmütigkeit und hilft dabei, grobe Bodenwellen gut abzufedern. Nur bei kurzen, giftigen Stößen reagiert das Fahrwerk leicht polterig.

Dank der neuen Verbundlenker-Hinterachse geht es auch einigermaßen flott um die Ecken. Wunderdinge beim Kurvenwedeln sollte man von dem 1,49 Meter hohen Japaner aber nicht erwarten.

Ab April ist der Space Star zu haben. Die Serien-Ausstattung der Basis-1,0-Liter-Variante ist mit sechs Airbags, ESP und Tagfahrlicht angesichts des Einstiegspreises von voraussichtlich 9.960 Euro durchaus angemessen. Immerhin will Mitsubishi im nächsten Jahr 6.000 Modelle in Deutschland verkaufen.

Stärken 

  • sparsame Dreizylinder-Motoren
  • gute Rundumsicht
  • geräumiger Innenraum

Schwächen 

  • tristes Cockpit
  • hohe Ladekante
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll