Mitsubishi Outlander PHEV, CW0

Mitsubishi Outlander PHEV, CW0

Zwischen den Antriebswelten

Mit der Plug-In-Hybridversion des Outlander will Mitsubishi zurück zu alten Erfolgen. Das erste SUV, das an der Steckdose nachladen kann.

21. Januar 2013

Die optischen Unterschiede von Plug-In-Hybrid zum normalen Mitsubishi Outlander sind kaum zu erkennen. Der Fußraum der Passagiere im Fond ist 4,5 cm und der Laderaumboden um knapp zwei Zentimeter höher, wodurch gerade einmal 14 Liter Volumen verloren gehen. Jedoch ist es nicht möglich, den Outlander mit einer dritten Sitzreihe zu ordern. Das Laderaumvolumen liegt zwischen 463 und 900 Litern.

Der Mitsubishi Outlander PHEV (Plug In Hybrid Electric Vehicle) feierte jüngst seine Premiere in Asien und den USA. Im Mai kommt das SUV mit der Kraft der drei Herzen auch nach Europa. Es ist das erste Serien-SUV mit einem Hybridantrieb, der einen Vierzylinder-Benziner und zwei 80-PS-E-Motoren, die jeweils eine Achse antreiben, vereint.

Ein Benziner - zwei E-Motoren

Der 114 PS starke Zweiliter-Motor entspricht weitgehend dem 147-PS-Motor, verzichtet jedoch auf das MiVEC-System mit variabler Steuerzeit der Ventile. Unter der Motorhaube werkeln ein 60 Kilowatt starker Elektromotor und der Verbrenner. Die Lithium-Ionen-Batterien lagern crashsicher im Boden des SUV und rauben somit weder dem Innenraum noch dem Kofferraum viel Platz.

Der zweite 60-kW-E-Motor mit einem größeren Drehmoment von 195 Nm ist im Heck untergebracht. Die maximale Systemleistung liegt bei 220 PS. Trotzdem schafft der Japaner gerade einmal 170 km/h.

Drei Fahrmodi

Wie bei den meisten Hybriden stehen im Outlander PHEV drei verschiedene Fahrmodi zur Verfügung: rein elektrisch, als serieller Hybrid mit Generatorfunktion und als Mildhybrid, wo der Benziner die Vorderräder befeuert und dabei vom vorderen und dem hinteren E-Motor unterstützt wird. So soll der CO2-Ausstoß bei 49 g/km und die Gesamtreichweite bei bis zu 880 Kilometern liegen. Praktisch: ähnlich wie im Normalbetrieb des Opel Ampera können die Akkus durch das manuelle Zuschalten des Generator-Modus am Mitteltunnel bis zu 70 Prozent wieder aufgeladen werden.

Im normalen Fahrbetrieb wird der 4,65 Meter lange Mitsubishi Outlander PHEV über die beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse angetrieben. Erst wenn die Beschleunigung zu stark, der 12 kWh große Akku leer oder die Geschwindigkeit über 120 km/h steigt, kommt der Verbrennungsmotor als Direktantrieb für die Vorderachse hinzu. Die rein elektrische Reichweite soll gut 50 Kilometer betragen.

Im Idealfall können die Batterien am Ende des Tages aufgeladen werden, wobei die Akkuladezeit mit vier Stunden für eine komplette Aufladung (240V, 15 Ampere) nach wie vor deutlich zu lang ist. Alternativ kann man mit einem Schnellladeterminal 80 Prozent der Energie in nur 30 Minuten wiederherstellen. Der Normverbrauch Dank des hohen Elektroanteils: kaum mehr als zwei Liter Super auf 100 Kilometern.

Übergewicht

Durch das 300 Kilogramm schwere Akkupaket im Fahrzeugboden erhöht sich das Leergewicht des japanischen Allradlers auf 1,8 Tonnen. Im Fahrbetrieb macht sich der um drei Zentimeter niedrigere Schwerpunkt bemerkbar. Vorne gibt es McPherson-Einzelradaufhängung, hinten eine Mehrlenkerachse.

Sowohl der Start im E-Modus als auch die Übergänge vom Hybrid-Modus in den E-Modus sind geschmeidig. Auch wenn der Benziner als Hauptantriebskraft fungiert, werden die Geräusche an Bord gut gefiltert.

Ab 45.000 Euro

Bleibt abzuwarten, was der europäische Kunde sagt. Die Nachfrage nach den Konkurrenzmodellen mit Hybridantrieb ohne Plug-In-Modul ist überschaubar. Immerhin stimmt der Preis. Es sollte bei rund 45.000 Euro losgehen.

Stärken 

  • hoher Alltagsnutzen
  • geringer Verbrauch
  • gutes Platzangebot
  • fairer Preis

Schwächen 

  • Keine Assistenzsysteme
  • hohes Leergewicht
  • lange Akkuladezeit
Text: Press-Inform / Joaquim Olivera / Stefan Grundhoff