MINI Cooper, F56

MINI Cooper, F56

Kurvenjagd eröffnet

Frisches Design, neue Motoren und einen kräftigen Schluck aus der BMW-Pulle. Der Mini bewahrt seine urbanen Lifestyle-Gene und ist ein erwachsenes Auto geworden.

31. Januar 2014

Mini will mit seiner dritten Generation nach der Wiederauferstehung durch die BMW Group endlich mehr sein als nur eine coole Automarke für urbane Trendmäuse.

Mit dem völlig neu entwickelten F56 bieten die bayrischen Briten eine echte Alternative zu den farblosen europäischen Volumenmodellen von VW bis Renault oder Citroën bis Opel. Optisch ganz Mini gibt es ab Ende März deutlich mehr Alltagsnutzen, einen wertigen Innenraum und Fahrspaß ohne Ende - selbst mit dem kleinen Cooper.

136 PS - 220 Nm

Mini One und der Cooper waren träge Gesellen mit exzellenten Fahrwerken und müden Motörchen. Doch das war einmal. Denn die neue Mini-Generation drückt die Dachluke Richtung BMW weit auf. So ist der Mini, der zukünftig aus England und den Niederlanden kommt, erstmals auf der UKL-Plattform aus dem Hause BMW unterwegs. Das bietet völlig neue Möglichkeiten bei Technik und Antrieb.

War der Mini Cooper mit seinem 1,6 Litern großer Saugmotor zumeist ein müder Geselle, so macht der knapp 1,2 Tonnen schwere Nachfolger mit 100 kW / 136 PS und einem völlig neu entwickelten Dreizylinder-Turbo mit 1,5 Litern Hubraum jede Menge Laune. 0 auf Tempo 100 in unter acht Sekunden, 220 Nm Drehmoment und 210 km/h Spitze - das kann sich fahren lassen.

Dazu eine präzise Lenkung und ein deutlich besser gespreiztes Fahrwerk, das sich ebenso wie Motorelektronik oder Getriebe über den Drehring am Schaltknüppel in den drei Modi Green, Mid und Sport einstellen lässt. Mehr Radstand und eine breitere Spur sorgen dafür, dass nicht nur die ambitionierte Gangart souveräner denn je abgespult werden kann.

Ein Normverbrauch von 4,5 Litern auf 100 Kilometern sind eine Verbesserung von rund 20 Prozent - bei gleichzeitig besseren Fahrleistungen.

Sparsamer Dreizylinder

Mehr als außen hat sich im Innenraum des Mini getan. Der überdimensionale Tacho-Pizzateller mit den Micky-Maus-Ohren als Lüftungsdüsen wurde von einem Multifunktionsdisplay ersetzt, das von einem mutig illuminierten LED-Kranz gesäumt wird.

Dieser Lichtring kommuniziert mit den bis zu vier Insassen. Den Motor ausgestellt oder die Klimatisierung verändert? Der Lichtorgelbogen lässt nichts unkommentiert und erweckt den Mini wie von Geisterhand zum Leben. Wen das farbige Geblinke nervt, kann es abstellen und sich auf die Piste konzentrieren.

Tacho und der zu kleine Drehzahlmesser liegen nun besser positioniert hinter dem Steuer. Auf Wunsch gibt es ein Head-Up-Display, das die wichtigsten Informationen wie Tempo, Navigationshinweise oder Verkehrszeichen auf eine kleine Kunststoffscheibe projiziert.

Das gesamte Interieur wirkt in Oberflächen und Details wertiger als bisher, während die Sportsitze nun auch groß gewachsenen Personen ausreichenden Komfort bieten.

Im Fond des 3,82 bzw. 3,85 Meter langen Mini-Duetts sieht es nach wie vor wenig familientauglich aus. Hier haben nur Kinder Platz. Immerhin: das Laderaumvolumen wuchs mit Cargo-Funktion von 160 auf 211 Liter.

Teurer Spaß

Nicht nur der überarbeitete VW Polo hat in Sachen Fahrerassistenzsysteme mächtig draufgesattelt. Auch bei Mini werden Image, Fahrspaß und Design durch sinnvolle Innovationen flankiert. BMW-Technik macht es möglich. LED-Scheinwerfer, Einparkautomatik, Abstandstempomat, Kollisionswarnung, Rückfahrkamera oder Verkehrszeichenerkennung - all das und noch mehr ist für gutes Geld zu ordern.

Es war nie günstig, einen Mini zu fahren. Das wird so bleiben. Bis der 102 PS starke Mini One mit einem 1,2 Liter großen Dreizylinder kommt, ist der mindestens 19.700 Euro teure Mini Cooper mit seinen 136 PS die preiswerteste Art, einen Mini zu bewegen. Der 116 PS starke Diesel kostet ähnlich schwach ausgestattet mindestens 21.450 Euro.

Als Idealbesetzung scheint sich auch bei der neuen Mini-Generation der 192 PS starke Mini Cooper S in Szene zu setzen. Er startet bei 23.800 Euro. Mit sinnvollen Komfort- und Sicherheitsausstattungen sowie einem tiefen Griff in die Kiste mit den leckeren Ausstattungspaketen sind 30.000 Euro schnell erreicht.

Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff | Bildmaterial: press-inform / BMW