Mercedes-Benz SLS AMG GT, C197

Fahrbericht: Mercedes-Benz SLS AMG GT

Die scharfe Version

AMG würzt den SLS etwas nach und garniert ihn mit 20 Extra-PS. Machen die Zutaten das ohnehin schon gute automobile Gericht noch besser?

29. Oktober 2012

Fast drei Jahre nach seinem Erscheinen, legen die AMG-Tüftler nach und würzen den ohnehin schon keineswegs untermotorisierten Supersportwagen mit 20 Extra-PS. Dagegen bleibt das Drehmoment mit 650 Newtonmeter bei 4.750 U/min identisch.

Auch das Fahrwerk wurde durch straffere Federn und Dämpfer, andere Lager, und eine andere Drehstabfeder an der Hinterachse noch sportlicher getrimmt. Das variable Fahrwerk ist im GT serienmäßig, allerdings gibt es nur die Einstellungen "Sport" und "Sport plus".

Lust auf mehr

Das knurrende Grummeln des 6,3-Liter-V8-Motor macht Lust auf die Kurvenhatz. Schon nach den ersten Metern merkt man, dass der 1,9-Tonnen schwere SLS AMG GT noch schärfer und noch agiler einlenkt als die Serienversion. Wer den Gasfuß mit Bedacht und Können einsetzt, bekommt dafür ein gutmütig mitlenkendes Heck.

So macht jede Kurve auf's Neue Spaß und lässt sich wie mit dem Zirkel gezogen durchfahren. Wenn man es aber übertreibt, kriegt die hyperaktive Seite des Front-Mittelmotor-Sportwagens zu spüren.

Zwischengas beim Herunterschalten

Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kann mit der überzeugenden Vorstellung des Fahrwerks nicht ganz mithalten und braucht etwas zu lange, ehe die passende Getriebestufe eingelegt ist. Wenn es wirklich sportlich sein soll, sind die Schaltpaddel die beste Wahl.

Klasse ist immer noch das herzhafte Zwischengas beim Herunterschalten - egal in welchen Modus.

Feine Differenzierungsmerkmale

Der Spaß hat auch seinen Preis: Mit einem Grundpreis von 204.680 Euro kostet die geschlossene Variante 17.850 Euro mehr als der keinesfalls schlechte Serien-SLS AMG. Der Roadster ist noch einmal um 8.330 Euro teurer.

Dafür bekommt man auch äußerlich feine Differenzierungsmerkmale wie schwarz lackierte Felgen und Finnen sowie rot lackierte Bremssättel.

Stärken 

  • Motor
  • Optik
  • Agilität

Schwächen

  • Doppelkupplungsgetriebe
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll