Mercedes-Benz CLS Shooting Brake, X218

Mercedes-Benz CLS Shooting Brake, X218

Back to the Future

Mit dem CLS Shooting Brake will Mercedes-Benz sich von der Premium-Konkurrenz differenzieren und designaffine Kunden gewinnen. Wie schlägt sich das Kombi-Coupé aus Stuttgart?

12. September 2012

Die Mischung aus Coupé und Kombi ist ja schon etwas eigenartig. Jene automobilen Zwitter hatten in den 60er und den 70er ihre Glanzzeit - Autos wie ein Reliant Scimitar oder eines Volvo P1800, der "Schneewittchen-Sarg", erfreuten sich großer Beliebtheit. Jetzt knüpft Mercedes mit dem CLS Shooting Brake an diese Ära an.

Der Sprung in die automobile Vergangenheit ist wohl überlegt. Mittlerweile sind auch Audi (mit dem A7) und BMW (mit de 6er Gran Coupé) auf den Premium-Gran-Turismo-Zug aufgesprungen. Der CLS ist nicht mehr alleine auf weiter Flur. Deswegen soll der Shooting Brake die bestehenden gut betuchten Kunden bei der Stange halten und neue Fans gewinnen.

Beplankung in Yacht-Optik

Die wolle sich auch dann nicht einschränken. Vor allem räumlich. Platz ist im 4,95 Meter langen Mercedes genug. Zwar sitzt man vorne etwas erhöht, aber im Fond können es sich selbst große Menschen bequem machen und den Blick aus den rahmenlosen Scheiben genießen.

Der Kofferraum ist mit einem Fassungsvermögen von 590 bis 1.550 Litern durchaus brauchbar. Allerdings reduziert die sehr schräge Heckscheibe den Praxiswert etwas. Für 4.700,50 Euro kann man den Boden des Kofferraums mit amerikanischem Kirschbaumholz in Yacht-Optik beplanken.

Optional mit Allradantrieb

Die langen Überhänge sind nicht gerade agilitätsfördernd, was man in schnellen Kehren auch merkt. Seine stärken spielt der CLS Shooting Brake beim entspannten Cruisen aus.

Der Motor ist nur unter Volllast zu hören, und selbst grobe Querfugen werden problemlos geschluckt. Wer nur gleiten will, ist mit de 204-PS-Diesel des 250 CDI gut bedient.

Doch wer hin und wieder etwas Spaß haben will, sollte mindestens zum 350 CDI mit 306 PS greifen. Den gibt es auch mit aufpreispflichtigem Allradantrieb, genauso wie den 500er-Benziner mit 408 PS.

Die Spitze bilden auch beim CLS Shooting Brake die AMG-Versionen mit 525 bzw. 557 PS bei der "Edition 1", die nur für kurze Zeit erhältlich ist.

Dass so viel Kraft nicht umsonst ist, dürfte jedem klar sein. Der "normale" AMG kostet 117.512,50 Euro. Für das "Edition-1-Paket" sind nochmal 11.126,50 Euro fällig.

Der 250 CDI kostet mit 61.761 Euro weniger als die Hälfte. Serienmäßig sind unter anderem ein Bremsassistent, der bei Notbremsungen unterstützend eingreift, die automatisch öffnende Heckklappe und eine automatische Klimaanlage,

Stärken 

  • Verarbetung
  • Komfort
  • viel Platz im Fond

Schwächen 

  • Preis
  • etwas mühsamer Basis-Diesel
  • wenig Kopffreiheit vorne
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll