Mercedes-Benz A250 4matic, W176

Mercedes-Benz A 250 4matic, W176

Schwäbischer Tänzer

Die A-Klasse bekommt einen Allradantrieb und damit eine gehörige Portion Sportlichkeit verpasst.

30. Dezember 2013

Von außen sieht die blaue A-Klasse ganz normal aus. Nur der 4matic- Schriftzug auf dem Heck verrät, dass es sich hier um ein besonderes Modell handelt. Auch im Innenraum gibt es keine großen Überraschungen. Vom Möchtegerne-iPad-Bildschirm bis zu den turbinenartigen Luftauslassdüsen und der guten Verarbeitung ist alles identisch mit den anderen A-Klassen-Vertretern.

Ordentliches Kofferraum-Volumen

Der Kofferraum hat nach wie vor ein Ladevolumen von 341 bis 1.157 Litern. Ganz ordentlich, aber auch kein Spitzenwert.

Einen nicht unerheblichen Unterschied gibt es dann doch: der Preis. Das 4matic-Modell kostet mindestens 36.057,00 Euro und ist damit 2.201,50 Euro teurer als die gleichstarke Frontantriebs-Variante.

Mercedes A-Klasse im Video

 

Schnellerer Sprint

Einmal in Fahrt gekommen tut sich eine neue A-Klassen-Welt auf. Mit 211 PS ist der Schwaben-Golf ohnehin kein Langweiler, doch jetzt haben die Daimler-Techniker dem flotten Kompakten einen neuen Allradantrieb spendiert, der in Zusammenarbeit mit den hauseigenen Fitnesstrainern von AMG entwickelt wurde.

Die Resultate dieser zusätzlichen Traktion sind ein etwas schnellerer Sprint auf 100 km/h (6,5 statt 6,6 Sekunden) und - was wesentlich wichtiger ist - eine gehörige Extraportion Agilität.

Hängt gut am Gas

Die "Sport"-Einstellung bereitet auf rutschigem Untergrund viel Freude. Denn die Kombination aus Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und 211-PS-Motor mit einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmetern, das bereits bei 1.200 U/min anliegt, gibt dem Allradantrieb die Chance, sein ganzes Können auszuspielen.

Auch im Drehzahlkeller werden Gas-Befehle in Vortrieb umgesetzt. Mit diesem "Schmalz" lässt sich die A-Klasse durchaus sportlich bewegen.

Versierter Tänzer

Der Allradantrieb macht aus dem braven Frontantriebler einen versierten Tänzer, der auch mal den Hintern kreisen lässt. Durch die hydraulisch aktivierte Lamellenkupplung kann die gesamte Kraft innerhalb von einer Zehntelsekunde zwischen den beiden Achsen hin- und hergeschoben werden.

Mit verschiedenen Fahrprogrammen kann der Pilot seine Präferenz vorgeben. Bei "Sport" wird die Hinterachse favorisiert, bei "Eco" ist es die Vorderachse.

Das Heck lenkt mit

Das System setzt das Dynamik-Angebot also zuverlässig um. Geht es mal flott um die Kurve, lenkt das Heck prächtig mit, ohne jedoch zickig zu werden. Selbst bei deaktiviertem ESP bleibt die rund 1,5 Tonnen schwere A-Klasse immer beherrschbar und kündigt ihr Vorhaben eindeutig an, so dass ein paar wohldosierte Lenkbewegungen die Situation wieder bereinigen.

Beim ambitionierten Herausbeschleunigen aus fiesen Ecken fließt ein Teil der Kraft zu den Vorderrädern, um so die Fahrt zu stabilisieren.

Keine Benzin-Buße

Dass dem Spaß keine allzugroße Benzin-Buße folgt, liegt auch am geringen Gewicht des Allradantriebes, der lediglich 70 Zusatz-Kilos auf die Waage bringt. Deswegen ist der Durchschnittsverbrauch mit 6,5 l/100 Kilometer lediglich um etwa einen halben Liter höher als bei der Frontantriebsvariante.

Weitere Einschränkungen gibt es aufgrund der kompakten Bauweise der Technik keine.

Stärken 

  • mehr Dynamik
  • Allradantrieb wiegt nur 70 kg

Schwächen

  • nicht ganz billig
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll | Bildmaterial: Hersteller