Mazda CX-5

Mazda CX-5

Tiguan-Jäger

Nach langer Wartezeit bringt Mazda seinen CX-5 an den Start. Das Kompakt-SUV überzeugt auf ganzer Linie: Viel Platz, gute Motoren, tolles Fahrwerk und attraktive Preise.

18. April 2012

Für Hideaki Tanaka ist die Sache klar: Er will den VW Tiguan schlagen. Und nicht nur das: "Wir wollen besser sein", sagt der Programm-Manager des Mazda CX-5, ohne mit der Wimper zu zucken. Bis zuletzt packten die Japaner alles in den Wagen, was ihre Ingenieure an Neuem ausgetüftelt haben. Der CX-5 präsentiert sich als Familienwagen mit Offroad-Ambiente.

Hochwertiges Interieur, besseres Navi

Die Front des 4,56 Meter langen SUV soll an eine Wildkatze erinnern. Schick sieht er aus, der CX-5 - doch mit seinem hohen, zugebauten Heck geht die Übersicht nach hinten etwas verloren. Der Kofferraum ist mit 503 Litern größer als bei Tiguan und Co., das Platzangebot auch im Fond ausgezeichnet. Das Interieur wirkt hochwertig, der Mazda CX-7 - der übrigens weiterhin verkauft wird - fällt im Vergleich zum CX-5 stark ab.

Endlich wurde auch das mangelhafte Navigationssystem durch ein integriertes TomTom-Navi mit Drehknopfbedienung in der Mittelkonsole ersetzt. In den höherwertigen Ausstattungslinien sind Systeme wie der Spurverlassenswarner oder das City-Notbremssystem an Bord. Es kann den Wagen bei einer drohenden Kollision bis 30 km/h automatisch stoppen.

Sparsame Dieselmotoren

Unter der Haube hat man die Wahl zwischen einem Benzinmotor mit zwei Litern Hubraum und 165 PS sowie einem 2,2-Liter Dieselaggregat mit 150 oder 175 PS. Vor allem die Dieselmotoren gefallen mit ordentlichem Durchzug und niedrigem Verbrauch. Mit der serienmäßigen Start-Stopp-Automatik benötigt der CX-5 laut Werksangabe im sparsamsten Frontantriebs-Modell nur 4,6 Liter auf 100 km. Die optionale Sechsgang-Automatik erhöht den Komfort, ist aber ein bisschen zu behäbig. Das knackige Sechsgang-Schaltgetriebe bietet keinerlei Grund zur Klage.

Perfekt abgestimmt

Das Fahrwerk des Japaners ist ausgezeichnet abgestimmt. Der Wagen legt sich ganz leicht in die Kurven, was aber wegen des sehr hohen Federungskomforts in allen Lebenslagen nicht stört. Die Lenkung ist präzise und auch beim Frontantriebsmodell frei von Antriebseinflüssen. Der optionale Allradantrieb verbessert die Traktion, ein elektronisches Sperrdifferenzial wie beim CX-7 gibt es allerdings nicht.

Basismodelle ohne Allrad

Als Vorbild für den Mazda CX-5 haben seine Entwickler den Evergreen MX-5 auserkoren - das SUV sollte genau so harmonisch abgestimmt sein. Das ist nicht zuviel versprochen, selten hat ein Mazda so überzeugt wie der CX-5. Das Basismodell mit 165 PS-Benziner und Frontantrieb kostet 23.490 Euro, das günstigste Allradmodell ist ab 27.890 Euro zu haben.

Stärken

 
  • viel Platz
  • kräftige und sparsame Motoren
  • gute Verareitung
  • großer Kofferraum
  • sehr hoher Fahrkomfort
  • präzise Schaltung
  • ordentliche Serienausstattung

Schwächen

 
  • nach hinten unübersichtlich
  • etwas lahme Automatik
Text: Press-Inform / Sebastian Viehmann