Lexus LS 600h, USF40

Lexus LS 600h, USF40

Nippon-Gleiter

Der Lexus LS bläst zum Angriff auf BMW 7er, Mercedes S-Klasse & Co. Dafür wurde die japanische Luxus-Limousine in 3.000 Punkten verbessert.

23. November 2012

Komfort wird beim Lexus LS ganz groß geschrieben. Und der Japaner setzt alles daran, den deutschen Konkurrenten den Rang abzulaufen: Das geht schon beim Bildschirm los, der mit 12,3 Zoll größer als im BMW ist. Hinten kann man es sich in einem Massagesitz gemütlich machen. Der ist sogar beim Fahrbetrieb zu hören, so ruhig ist es im Innenraum des 5,09 Meter langen Gefährts. Klasse.

Für Film-Unterhaltung ist auch gesorgt, wer will, kann sich auf dem Bildschirm, der wie in einem Flieger aus dem Dach herunterklappt, eine BluRay-Disc anschauen. Die Klimaanlage ist ebenfalls hochmodern: Nicht nur die Luft-Temperatur, sondern auch die Sitzkissen und das beheizbare Lenkrad werden individuell abgestimmt.

Aufwendiges Lenkrad

Bei den Rundinstrumenten orientiert der Japaner an BMW: Je nach gewähltem Fahrmodus, Eco, Comfort, Normal, Sport oder Sport S+ verändern sich die TFT-Displays. Ausgetüftelt ist die Licht-Show beim Einsteigen und Starten des Lexus LS. Dabei werden verschiedene Teile des Autos illuminiert - angefangen von den Türgriffenbis hin zum Handschuhfach.

Japanische Handwerkskunst, wohin das Auge reicht: Das Holzlenkrad wird in 38 Tagen nach der traditioneller japanischen "Shimamoku"-Technik hergestellt. Dabei werden verschiedenfarbige Hölzer in 67 Produktionsschritten laminiert.

Neigung zum Nachwippen

Die Sitzposition in den bequemen Vordersitzen ist etwas zu hoch. Beim Gleiten werden Straßenschäden souverän weggebügelt. Allerdings ist das Fahrwerk etwas zu weich und hat eine Neigung zum Nachwippen. Von den angebotenen Einstellungen Eco, Comfort, Normal, Sport oder Sport S+ ist man bei ambitionierten Fahrten am besten mit Letzterer bedient.

Auch wenn alle LS- Modelle jetzt den Diablo-Kühlergrill haben, ist die F-Sport-Variante mit dem Wabengitter am am schicksten. Dazu gibt es 19-Zoll-Räder.

Toller Motor

Der Achtzylinder-Motor braucht keinen Vergleich zu scheuen. Neben der Laufruhe überzeugt die Kraft: Beim reinen Heckantrieb sind es 388 PS, beim Allrad sind es 18 Pferde weniger. Die stärkste Variante ist der LS 600h mit seiner Kombination aus 394-PS-Verbrenner und 224-PS-E-Motor. Das ergibt unterm Strich 445 PS, die dem 2.3-Tonnen schweren Wagen in 6,1 Sekunden 100 km/h katapultieren.

Diese Fahrleistungen, der Durchschnittsverbrauch von 8,6 l/100 km sowie die CO2-Emissionen von 199 g/km überzeugen rund 85 Prozent der deutschen LS-Käufer. Der Stromer kostet aber rund 109.000 Euro. Er ist, wie alle anderen LS-Varianten, ab dem 2. Februar 2013 zu haben.

Stärken 

  • Technik
  • Details
  • Komfort

Schwächen 

  • Fahrwerk
  • hohe Sitzposition
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll