Lamborghini Gallardo Superleggera

Lamborghini Gallardo Superleggera

Donnerndes Vergnügen

Wer interessiert sich schon für den in die Jahre gekommenen Lamborghini Murcielago, wenn er den Gallardo Superleggera im Grenzbereich bewegen kann? Niemand.

22. März 2012

Das allenthalben ins Auge fallende Leichtbau-Material ist beim Gallardo Superleggera mehr als nur Schau. Es spart dort Gewicht, wo es bei einem Sportwagen am wichtigsten ist - überall. So will Lamborghini seinen Gallardo noch besser, noch schneller, noch dynamischer machen. Schließlich muss der es noch ein paar Jahre machen. Die offene Version ist ein Hollywood-Schauspieler; einer der am Ocean Drive von Miami Beach mit spärlich bekleideten Schönheiten Hof hält und die Blicke der verstörten Umgebung auf sich vereinigt. Der wahre Gallardo-Fan dagegen fährt eine geschlossene Version, am besten gleich einen Superleggera. Ebenso laut, aber nicht derart Beifall erheischend wie der Spyder.

Jeder schaut hin

Aufmerksamkeit gibt es am Steuer einea Lamborghini sowieso immer. Da macht der neue Superleggera keine Ausnahme. Denn der Frühling klopft bereits laut an das Garagentor. Schön, wenn man sich und seinen fahrbaren Untersatz im Winter in Topform gebracht hat. Jedes Kilogramm Übergewicht ist zuviel.

Lamborghini Gallardo im Video

 

Leicht und stark

Einen Gallardo Superleggera gab es vor drei Jahren bereits schon einmal. Der neue Superleggera ist im Vergleich zur ersten Generation mit 1.340 Kilogramm sogar zehn Kilogramm schwerer als sein indirekter Vorgänger. Der Grund liegt an den zahlreichen Modifikationen der letzten Jahre. Insbesondere die Umstellung des Triebwerks auf 560 bzw. 570 PS mit Direkteinspritzung und neue Kleinteile kostete wertvolles Gewicht. So ist der neue Superleggera 70 Kilogramm leichter als der gewöhnliche Lamborghini Gallardo LP 560-4. Heißt, jede der 570 Pferdestärken hat es fast schon spielerisch mit gerade einmal 2,35 Kilogramm zu tun.

570 Pferde

325 km/h Spitzengeschwindigkeit können sich die meisten Autofahrer nicht einmal bildlich vorstellen. Dem Gallardo sieht man sie an - im Stand. Gleiches beim Raketenstart 0 auf Tempo 100. Den schafft der laut brüllende Allradler in grandiosen 3,4 Sekunden. Sind bei Vollgas zehn Sekunden verstrichen, wäre selbst bei ordentlich motorisierten Autos des allgemeinen Straßenverkehrs noch nicht einmal die Tempo-100-Marke durchstoßen. Der Norditaliener zerstückelt dann bereits die magische 200er-Marke. Der bekannte Zehnzylinder mit 5,2 Litern Hubraum leistet bei voller Leistungsabfrage 419 KW / 570 PS. Das in Zeiten modernster Turbodiesel nicht mehr ganz so eindrucksvolle Drehmoment von 540 Nm steht bei 6.500 U/Min zur Verfügung. Doch der neueste Lambo soll nicht nur mehr Dynamik und bessere Fahrleistungen bieten. Auch beim Verbrauch haben die Entwickler mächtige Fortschritte gemacht. Doch auch eine Reduzierung von mehr als 20 Prozent heißt in dieser Liga noch immer 13,5 Liter Normverbrauch.

Exklusivität kostet

So viel Rennsportvergnügen muss sich der geneigte Kunde mindestens 208.726 Euro kosten lassen. Viel Geld für jede Menge Exklusivität, grandiosen Fahrspaß und Auffallen - eben fast für jeden Preis. Dafür fährt man den wohl besten Lamborghini aller Zeiten.

Stärken

 
  • grandiose Fahrleistungen
  • rennstreckentauglich
  • exzellente Straßenlage

Schwächen

 
  • wenig Alltagstauglichkeit
  • Komfortschwächen
  • kleiner Laderaum
Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff