Kia Sportage, Typ SL

Kia Sportage, Typ SL

Ansehnlicher Kompakt-SUV

In seiner dritten Generation mausert sich der Kia Sportage, im umkämpften Kompakt-SUV-Segment zum ernsthaften Konkurrenten. Das Design ist nicht mehr so beliebig, wie bei den Vorgängern und auch bei der Qualität haben die Koreaner zugelegt.

12. Februar 2012

Im Hyundai-Konzern ist Kia als die junge Lifestyle-Marke positioniert. Das Design des mit dem großen Chrom-Kühlergrill und den aggressiv blitzenden Scheinwerfern (inkl. LED-Tagfahrlicht) zeigt schon äußerlich das Selbstbewusstsein des Koreaners. Außen Hui und innen? Ebenfalls. Die Billigplastik-Landschaft der Vorgänger gehört der Vergangenheit an. Das Cockpit ist übersichtlich und die vielen Ablagen freuen die Insassen, ebenso wie die solide Verarbeitung.

Kein Platzmangel

Platzmangel herrscht im 4,40 Meter langen Sportage nicht. Vorne und hinten sitzt man einigermaßen kommod - eine Konsequenz des Radstands von 2,6 Meter. Die Vordersitze bieten genug Seitenhalt. Auch der Kofferraum ist mit 564 Liter Volumen top (VW Tiguan 505 Liter). Bei umgelegten Rücksitzlehnen sind es 1.353 Liter. Allerdings ist der Ladeboden nicht eben und die Ladekante ziemlich hoch.

Vernünftige Serienausstattung

Bei der Basisaustattung (Attract)können die Koreaner ebenfalls mithalten: Serienmäßig gibt es unter anderem ESP, sechs Airbags, eine Klimaanlage, ein CD-Radio mit USB- und iPod-Anschluss. Wer Leder will, muss 950 Euro drauflegen, die sinnvolle Rückfahrkamera kostet 410 Euro und für die Sitzheizung sind 425 Euro fällig. Allerdings sind das immer Ausstattungs- Pakete, die noch weitere Extras bieten.

Müde Automatik

Der 136-PS-Diesel hat genug Temperament, um den 1,6-Tonner einigermaßen flott zu bewegen. Allerdings nur, wenn man die Sechsgang- Handschaltung wählt, die Automatik schluckt einige der 373 Nm Drehmoment. So dauert der Sprint auf 100 km/h mit 12,1 Sekunden mit der Automatik um ganze acht Zehntel länger. Bei Verbrauch sind es 1,2 Liter pro 100 km (5,7 Liter beim Handschalter, 6,9 Liter bei der Automatik). Die Höchstgeschwindigkeit ist beiden mit 181 km/h gleich.

Straffes Fahrwerk

Der Kia setzt auch beim Fahrverhalten auf Sportlichkeit: Das Fahrwerk ist straff, ohne unkomfortabel zu sein. Nur bei kurzen Unebenheiten stuckert die Vorderachse etwas. Gerade im Kurven macht sich der niedrige Schwerpunkt positiv durch das Fehlen von Wankbewegungen bemerkbar. Die Lenkung ist etwas zu synthetisch und bietet bei höheren Geschwindigkeiten einen Widerstand.

Fazit: Für 25.600 Euro bekommt man beim Kia Sportage einen vollwertigen Allradler. Das Design ist ansprechend und die Verarbeitung des Innenraums in Ordnung. Mit dem 136-PS-Diesel, der nur unter Last kernig brummt, ist man sicher nicht untermotorisiert.

Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters