Fahrbericht: Kia Sportage

Kia Sportage 2.0 CRDi AWD

Sportlich einkaufen

Kia hat dem neuen Kompakt-SUV Sportage nicht nur ein neues, sportlicheres Äußeres verpasst, sondern es zudem noch auf die Plattform des Hyundai Tuscon gesetzt. Dadurch wird es größer und geräumiger. Auch die Technik ist auf dem neuesten Stand

 
 
7. März 2016

Ein Ladenhüter war der Kia Sportage noch nie. 2015 entschieden sich 12.752 deutsche Autofahrer für den koreanischen Tiguan-Konkurrenten. „Und das im letzten Jahr des noch aktuellen Modells“, wie Kia-Deutschlandchef Stephan Cost sichtlich zufrieden feststellt.

Der Erfolg des Sportage lag unter anderem am schicken Design, dem durchaus attraktiven Paket mit einer Sieben-Jahre-Garantie und dem vernünftigen Preis.

Technisch hinkte das koreanische Kompakt-SUV der deutschen Konkurrenz, wie dem VW Tiguan hinterher. Diese Schwachstelle haben die Koreaner erkannt und wollen sie mit der neuen Modell-Generation ausmerzen.

Induktives Laden fürs Smartphone

Da trifft es sich gut, dass sich der Kia Sportage mit dem Hyundai Tuscon die Plattform teilt und daher auch dessen fortschrittliche Assistenzsysteme sowie Ausstattungsdetails.

Jetzt freuen sich die Passagiere über ventilierte Sitze, die bei Bedarf auch den Rücken wärmen. Neu ist der Notbrems-Assistent, der auch auf Fußgänger achtet. Für zusätzliche Sicherheit sorgen ein Toter-Winkel- und ein Spurhalte-Assistent.

Dass vorne und hinten jeweils ein USB-Anschluss vorhanden ist, dürfte einen Streit um die Aufladefunktion von vornherein vereiteln. Für fortschrittliche Handybesitzer steht sogar eine induktive Lademöglichkeit bereit.

Viel Basisausstattung an Bord

Wer sich für den gefahrenen Zweiliter-Diesel mit 136 kW / 185 PS mit der Ausstattung „GT-Linie“ entscheidet, bekommt davon vieles serienmäßig geliefert, muss aber auch 37.990 Euro auf den Tisch legen. Zum Vergleich: Ein Nissan-Qashqai mit Allradantrieb und 130 PS, kostet 4.000 Euro weniger, bietet aber nicht die Ausstattungsvielfalt sowie die Wertigkeit der Materialien des Sportage.

Im Innenraum des Sportage fühlt man sich auf den Ledersesseln wohl und das Armaturenbrett mit dem Acht-Zoll-Touchscreen schmeichelt Händen und Augen. Da spielt der Sportage in einer anderen Liga als der japanische Konkurrent, erreicht aber nicht die Solidität des VW Tiguan.

Der Marktführer aus Wolfsburg kostet in der Sport&Style-Version mit 184 Diesel-PS und Doppelkupplungsgetriebe zwar weniger als der Kia, nämlich ab 36.825 Euro. Allerdings sind dann unter anderem das Navigationssystem, die Klimaautomatik und das Bi-Xenon-Licht nicht im Preis inbegriffen. Beim Kia schon.

Getriebe reduziert das Temperament

Die Kombination aus Sechsgang-Automatik und Zweiliter-Selbstzünder schlägt sich wacker, solange man mit leichtem Gasfuß auf Landstraßen- und Autobahn-Etappen dahinrollt. Kraft ist mit dem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmetern genug vorhanden. Nach 9,5 Sekunden erreicht der rund 1,7 Tonnen schwere Sportage Landstraßen-Tempo und bei 201 km/h ist Schluss.

Der durchschnittliche Verbrauch von 6,3 Litern pro 100 Kilometern (Normverbrauch) ist in Ordnung; der schwächere Nissan Qashqai genehmigt sich 1,2 Liter/100 km weniger. Soll es dynamischer vorangehen, raubt das Getriebe dem 185-PS-Motor jedoch jede Menge Temperament. Dabei hilft das durch den Allradantrieb generierte Traktionsplus durchaus beim Kurventanz. Deutlich harmonischer wirkt da schon das Zusammenspiel des 130 kW / 177 PS Benziners mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.

Die von uns gefahrene „GT Line“-Diesel-Version hat 19-Zoll-Räder in der Dimension 245/45 serienmäßig aufgezogen, die das Abrollen etwas hölzener machen, aber das Korea-SUV wurde selbst auf schlechten Straßen nicht ungehobelt. An der Lenkung haben die Ingenieure ebenfalls getüftelt, konnten ihr das synthetisch-indirekte Lenkgefühl jedoch nicht austreiben.

Der Sportage hat so viel Platz wie nie

Beim Platzangebot schlägt die große Stunde des schmucken Koreaners. Der Sportage ist im Vergleich zu seinem Vorgänger um vier Zentimeter auf 4,48 Meter gewachsen. Der um drei Zentimeter verlängerte Radstand kommt dem Platzangebot im Innenraum spürbar zugute. Im Fond haben auch großgewachsene Menschen genug Platz und auch die Beinfreiheit beeindruckt.

Ihr Gepäck kommt dagegen problemlos mit: Bei Vollbesetzung passen 503 Liter in den Laderaum, legt man die Rückbanklehnen um, sind es 1.492 Liter. Zum Vergleich: Der zehn Zentimeter kürzere Nissan Qashqai schluckt zwischen 430 Liter und 1.585 Liter.

Mit einer Höhe von rund 73 Zentimetern ist die Ladekante im Sportage nicht gerade niedrig, aber ein ebener Kofferraumboden, eine große Luke sowie eine mit Kick öffnende und elektrisch schließende Heckklappe machen den Malus annähernd wett.

Mehr Eindrücke von Kias neuem Kompakt-SUV in der => Bildergalerie

Jetzt Kia Sportage suchen

Die letzte Generation des Kia Sportage kam 2010 auf den Markt. Die Prüforganisation Dekra bescheinigt dem kompakten SUV überdurchschnittliche Qualität, lediglich die Bremsen wurden verhältnismäßig häufig beanstandet.

Bei mobile.de sind derzeit rund 5.500 Kia Sportage der letzten und der neuesten Generation im Angebot – beim neuen Sportage Baureihe QL beginnen die Angebote bereits bei rund 16.000 Euro:

Kia Sportage ab Baujahr 2010 bei mobile.de

Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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