Kia Sorento, XM

Kia Sorento, XM

Abschied vom Leiterrahmen

Der Kia Sorento will ein europäisches SUV sein und vor allem bei Kombis und Vans Kunden abgreifen.

27. März 2012

Der Sorento der zweiten Generation hat sich von dem markigen Design seines Vorgängers verabschiedet und kommt mit weichen Formen daher. Verabschiedet hat er sich dabei auch von der rustikalen Offroad-Bauart mit Leiterrahmen. 215 Kilo an Gewicht hat der Sorento insgesamt eingespart. Auf Wunsch ist er nun auch mit Frontantrieb zu bekommen. Allein das spart 60 Kilogramm.

Dritte Sitzreihe optional

Der Innenraum des 4,69 Meter langen Koreaners präsentiert sich ähnlich geräumig wie beim Vorgänger. Optional ist für den Sorento eine dritte Sitzreihe im Laderaum erhältlich. Auf den beiden normalen Einzelsitzen hinten lässt es sich für Passagiere bis 1,75 Meter durchaus aushalten. Der gesamte Innenraum ist gelungen. Die Bedienelemente fassen sich gut an und die Verkleidungen wirken wertig.

Leises Triebwerk

In Sachen Diesel hat Kia kräftig nachgelegt. Der 2,2 Liter große Commonrail-Diesel wurde komplett neu entwickelt. Er liefert 145 kW/197 PS und ist in dem knapp zwei Tonnen schweren Allradler eine ideale Besetzung. Das leise Triebwerk zieht mit seinem maximalen Drehmoment von 421 Nm kraftvoll von unten durch und beschleunigt den Koreaner in 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 km/h. Deutlich reduziert hat sich der Verbrauch. So soll sich der Kia Sorento 2.2 CRDi 4x4 mit 6,6 Litern Diesel auf 100 Kilometern zufriedengeben. Daneben bietet Kia im Sorento einen 2,4 Liter großen Benzinmotor an, der 120 kW/174 PS leistet.

Komplette Sicherheit

Federung und Dämpfung sind komfortabel. Allerdings neigt die 1,71 Meter Karosserie in schnellen Kurven zu spürbaren Wankbewegungen. Auch die Servolenkung ist ab mittleren Geschwindigkeiten zu leichtgängig. Die Sicherheitsausstattung ist mit ABS, ESP, aktiven Kopfstützen, sechs Airbags sowie Bergan- und Bergabfahrhilfe komplett.

Die beste Wahl

Fazit: Der Kia Sorento hat sich vom Geländewagen zum modernen SUV entwickelt. Der Basispreis für den Sorento 2.4 mit 173 PS starkem Benziner und Frontantrieb liegt bei 29.495 Euro. Deutlich interessanter, aber auch teurer sind die gut ausgestatteten Dieselversionen mit Allradantrieb, die bei 36.720 Euro beginnen. Die beste Wahl ist der Sorento 2.2 CRDi Spirit, der unter anderem mit Xenonlicht, Klimaautomatik, 18-Zöllern und elektrischen Sitzen ausgestattet ist.

Stärken

 
  • gutes Platzangebot
  • sparsamer und kraftvoller Diesel
  • gute Sicherheits- und Komfortausstattung

Schwächen

 
  • spürbare Wankbewegungen
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff