Kia Sorento, XM Facelift

Kia Sorento, XM Facelift

Mehr Sein als Schein

Die Modellüberarbeitung des Kia Sorento ist mehr als eine kosmetische Auffrischung.

4. Oktober 2012

Die echte Neuigkeit beim überarbeiteten Kia Sorento ist auf den ersten Blick nicht erkennbar: Das koreanische SUV teilt sich jetzt die Plattform mit dem Hyundai Santa Fe. Das 4,69 Meter lange Korea-SUV wiegt knapp 100 Kilogramm weniger als der Vorgänger und hat auch einen besseren cw-Wert.

Nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch das Interieur wurde überarbeitet: Das wirkt jetzt wertiger und nicht mehr so altbacken. Die nicht immer einwandfreie Verarbeitung und lieblos entgratete Fensterheber passen nicht in das positive Bild.

Hoher Nutzwert

Platz ist genug. Allerdings wird es im Fond ab einer Größe von etwa 1,90 Meter um den Kopf herum eng.

Der Nutzwert ist nach wie vor hoch: Die hinteren Sitze lassen sich umlegen, sodass eine ebene Ladefläche entsteht. So wächst beim Fünfsitzer das Kofferraum-Volumen von 660 auf vernünftige 1.675 Liter. Allerdings stört die hohe Ladekante.

Wer will, bekommt sogar eine dritte Sitzreihe

Ordentliche Ausstattung

Die Ausstattung ist Kia-typisch umfangreicher als bei manch anderen: Schon bei der Basisversion sind unter anderem eine Klimaanlage, eine Stereoanlage mit sechs Lautsprechern und beheizbare Außenspiegel dabei.

Bei den Top-Modellen kommen Klimasitze, ein Parkassistent, der auf Wunsch das Einparken übernimmt, und Xenon-Licht dazu. Optional sind eine Gegenlenkunterstützung und ein Spurwechselassistent erhältlich.

Zwiespältiges Bild

Auf der Straße vermittelt der Sorento ein zwiespältiges Bild: Auf Autobahnen und geraden Landstraßen überzeugt der Koreaner. Der 2,2-Liter-Diesel ist mit 197 PS und dem Drehmoment von 436 Newtonmetern, das ab 1.800 U/min bereitsteht, kräftig genug. Der Verbrauch ist mit 6,7 l/100 km auch in Ordnung.

Das Fahrwerk ist komfortabel und kommt nur bei größeren Querfugen etwas aus der Ruhe.

Mit der ist es vorbei, sobald es um enge Ecken geht. Schon bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer stimmen die Vorderräder lauthals ihr jammerndes Lied an. Auch die Sechsgang-Wandler- Automatik reagiert mit hektischen Schaltvorgängen unharmonisch.

Faires Preis-Leistungsverhältnis

Das Preis-Leistungsverhältnis ist fair: Die Basisversion mit einem direkteinspritzenden 192-PS-Beziner kostet 29.990 Euro und bietet schon einiges.

Der gefahrene 2,2-Liter-Diesel ist ab 32.990 Euro zu haben. Allerdings haben die Basismodelle nur Frontantrieb. Allradantrieb kostet 1.500 bis 2.000 Euro mehr.

Stärken 

  • Ausstattung
  • fairer Preis
  • Praktikabilität

Schwächen 

  • hohe Ladekante
  • Untersteuern bei engen Kurven
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll