Kia pro_cee'd, EU

Kia pro_cee'd, EU

Täglich frisch

Der Kia pro_cee'd überzeugt mit einem frischen Design. Können Dynamik und Alltagstauglichkeit mithalten?

20. März 2013

Satt steht er da, der Kia pro_cee'd. Aber das ist ja die Grundvoraussetzung eines jeden Coupés. Die Maße verraten die Design-Tricks von Chef-Formengeber Peter Schreyer: Der Dreitürer ist genauso breit wie der Fünftürer und mit 4,31 Metern auch genauso lang, duckt sich aber vier Zentimeter tiefer. Außerdem wurde die B-Säule um 22 Zentimeter nach hinten versetzt. Damit sind die dynamischen Grundvoraussetzungen schon erfüllt.

Genug Platz

Das frische Äußere setzt sich im Interieur fort. Im schmucken Koreaner fühlt man sich sofort wohl, die Bedienung gibt auch keine Rätsel auf und die Verarbeitung gibt kaum Grund zur Beanstandung. Da die längs verstellbare Säule des Volants etwas zur kurz ist, findet man hinter dem Lenkrad keine ganz optimale Sitzposition. Platz ist im pro_cee'd hingegen genug.

Leichter Einstieg

Man erreicht den Fond dank der Easy-Entry-Funktion der Vordersitze ohne größere Verrenkungen und hat dann auch genug Platz - solange man nicht über 1,90 Meter groß ist.

Der 380 Liter große Kofferraum trägt zur Alltagstauglichkeit bei. Bei umgelegten Rückbanklehnen kann man im Gepäckabteil sogar bis zu 1.225 Liter verstauen. Nur die zu hohe Ladekante stört.

Straffes Fahrwerk

Das Fahrwerk folgt dem sportlichen Auftritt und ist straff, was die Insassen bei größeren Schlaglöchern schon mal merken. Allerdings hat das fesche Coupé eine Tendenz zum Untersteuern, die das ESP dann schnell und nachdrücklich unterbindet. Im Großen und Ganzen lässt es sich im sportlichen Dreitürer durchaus komfortabel reisen.

Von den drei Modi, die die elektrische Servolenkung anbietet, ist die Stellung "Normal" die beste. Der Komfort-Modus ist zu leichtgängig, und für den Sportmodus braucht man schon einige Stunden im Fitnessstudio, wenn es auf einer kurvenreichen Strecke wirklich schnell hin- und hergeht.

Letzte Souveränität fehlt

Dem 128-PS-Diesel fehlt trotz 260 Newtonmeter Drehmoment die letzte Souveränität, um es der dynamischen Optik gleichzutun. Da sollte man besser zum 135-PS-Benziner greifen. Für den Selbstzünder spricht die Effizienz: Mit Start-Stopp-System soll das Coupé nur 3,8l/100 km verbrauchen.

Einstiegspreis unter 20.000 Euro

Der Einstiegspreis für den Diesel von 19.890 Euro geht angesichts der Ausstattung in Ordnung: Serienmäßig sind unter anderem das gut funktionierende Start-Stopp-System, ESP mit Berganfahrhilfe, ein Leder-Lenkrad mit Fernbedienungssatelliten, 16-Zoll-Alufelgen und eine Klimaanlage.

Der 135-PS-Benziner kostet sogar 1.400 Euro weniger. Die Aufpreisliste umfasst Extras wie ein beheizbares Lenkrad oder einen Einpark-Assistenten, der bei Parklücken funktioniert, die bis zu 80 Zentimeter länger als der pro_cee'd sind.

Stärken

  • Platz
  • Preis
  • Design

Schwächen 

  • Diesel akustisch präsent
  • Lenkradsäule zu kurz
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll