Jeep Grand Cherokee, WK

Jeep Grand Cherokee, WK

Ansehnlicher Cowboy

Seit der Wirtschaftskrise sind in Amerika nicht einmal mehr Ikonen sicher. Chrysler und damit auch Jeep gehört jetzt zu Fiat. Die Italiener verpflanzen gleich ein neues Herz in den Geländewagen.

9. Januar 2012

Keine Frage: Optisch ist der Jeep Grand Cherokee durchaus gelungen. Der wuchtige Grill, die direkt angrenzenden schmalen Scheinwerfer und die niedrigen Fensterflächen machen was her. Der markante Auftritt ist nichts für zurückhaltende Zeitgenossen. Der Nutzwert kommt auch nicht zu kurz. Bei einer Länge von 4,82 Metern (plus sieben Zentimeter im Vergleich zum Vorgänger) und einer Breite 1,94 Metern (mit Seitenspiegeln wird die Zwei-Meter-Marke geknackt), ist nun genug Platz für alle. Auch der Kofferraum hat um 77 Liter auf 782 Liter zugelegt.

Üppige Ausstattung

Bei der Top-Ausstattung "Overland" fehlt es an nichts: Navi, Xenonlicht, Totwinkel-Warner Sitzheizung, Panoramadach, achtfach verstellbare bequeme Ledersitze und sogar ein beheizbares Lenkrad. Das Cockpit ist deutlich edler als früher: Leder und Holz, wohin die Hand greift, gepaart mit ein paar unterschäumten Applikationen.

Kraftvoll unterwegs

Der Fiat Multijet-II-Diesel (2.987 Kubikzentimeter Hubraum, 241 PS, 550 Nm bei 1.800 U/min) hat mit dem 2,5-Tonnen-Dickschiff kaum Mühe. In 8,2 Sekunden ist aus dem Stand Tempo hundert erreicht und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 202 km/h gehört man auch auf Deutschland Straßen nicht zu den Langsamen. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 8,3 Liter pro 100 Kilometer lässt sich die Kraft des Triebwerks auch genießen.

Klettermaxe

Starrachse hinten? Das war einmal. Jetzt sorgt eine Mehrlenker-Hinterachse für Komfort und Fahrspaß auf dem Asphalt. Doch der Ami vergisst seine Wurzeln nicht. Beim Quadra-Drive-II-Allradsystem werden die Antriebskräfte über elektronisch geregelte Differentiale bei Bedarf an jedes einzelne Rad geleitet. Mit einem Drehregler wählt man das Gelände vor und freut sich über die Kletterkünste.

Auf den ersten Blick wirken die 57.650 Euro, die Jeep aufruft, gesalzen. Zieht man die üppige Serienausstattung und die deutlich verbesserte Verarbeitung und Materialanmutung in Betracht, ist der Grand Cherokee 3.0 V6 CRD eine echte Alternative.

Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters