Jaguar XKR-S Cabrio

Jaguar XKR-S Cabrio

Kanonenkugel

Der schnellste Serien-Jaguar aller Zeiten ist ab sofort auch als Cabrioversion zu bekommen. Bitte einsteigen und mit dem Jaguar XKR-S Cabrio ab auf die Startbahn.

11. Februar 2012

Diesmal geht es auf die Start- und Landebahn der El Centro Airforce Base rund eineinhalb Stunden östlich von San Diego. "Auf dieser Air Force Base wurden Szene aus dem Hollywood-Film Top Gun gedreht", erzählt Carl Garcia, der auf der El Centro Airbase die Aufsicht hat. Garcia lässt um die Mittagszeit keine F-18 in den Himmel aufsteigen, sondern schnallt sich in den Ledersitzen des Jaguar XKR-S Cabrios fest und fährt auf die Startbahn 8/26.

Cooler Sportdress

Der offene Brite macht aus seiner Leistung keinen Hehl. Wuchtige Schürzen, Pirelli-Hochgeschwindigkeitsreifen und ein ebenso gigantischer wie hässlicher Heckspoiler sorgen dafür, dass der Jaguar seine Leistung auf den Boden bekommt. Der Innenraum präsentiert sich edel und schick. Bequeme Ledersitze, Carbonlook in den Türen und die Mittelkonsole mit der Renn-Taste sorgen zusammen mit dem griffigen Alcantara-Steuer für echte Renngefühle.

300 km/h Spitze

Die Leistungsdaten des XKR-S zaubern selbst flugerprobten Piloten auf der El Centro Airbase ein Lächeln auf die Lippen. Der fünf Liter große Achtzylinder unter der Motorhaube leistet Dank Kompressoraufladung 405 KW / 550 PS und ein gewaltiges Drehmoment von 680 Nm. Der Navypilot gibt auf der Startbahn 8/26 Vollgas. Von 0 auf Tempo 100 braucht der britische Granatenwerfer 4,4 Sekunden - Topspeed: 300 km/h. Erst bei rund 170 Meilen (ca. 272 km/h) tritt er auf die Bremse und staucht den 1,8 Tonnen schweren Sportler zusammen. Die Startbahn ist nach 2.900 Metern zu Ende. "Unsere F-18-Jets heben bei rund 170 Meilen pro Stunde ab", lacht Garcia, "bis zur 1.000-Fuß-Marke hätte der Jaguar unsere Kampfjets hinter sich gelassen." Während die F-18 ohne Waffen rund 100 Millionen Dollar kostet, ist der Jaguar XKR-S Roadster mit 138.100 Euro ein wahres Schnäppchen. Auch sein Verbrauch von 12,3 Liter auf 100 Kilometern ist gerade einmal ein Fingerhut gegen die Tankladung, die eine F-18 pro Flugeinsatz verbraucht.

Spürbar härter

Ein Druck auf den Sporttaster neben dem Getriebewählschalter: Aus dem Grollen des Kompressor-V8 wird ein wildes Brüllen. Die Dämpfer werden härter, die Lenkung präziser und die sechs Schaltstufen des ZF-Automatikgetriebes können ausgedreht werden. Im Vergleich zum normalen Jaguar XKR mit seinen 510 PS ist das Fahrwerk straffer und gibt mehr Rückmeldung an den Piloten. Insbesondere die nachgeschärfte Vorderradaufhängung kann mit ihren höheren Dämpferraten gefallen.

Fazit: Mehr Top Gun geht nicht. Wer mit dem Jaguar XKR-S auf die Rennstrecke will, sollte sich für das Coupé entscheiden. Doch wer den grandiosen Sound des V8-Kompressors mit der Sonne im Haar genießen will, ist beim Cabrio genau richtig. Der nächste Tunnel kommt bestimmt.

Stärken

 
  • exzellente Fahrleistungen
  • grandioser Sound
  • sehr guter Restkomfort

Schwächen

 
  • hoher Preis
  • hoher Verbrauch
  • kaum Assistenzsysteme
  • schwaches Navigationssystem
Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff