Infiniti FX, 2. Generation

Infiniti FX, 2. Generation

Der mit dem Wow-Effekt

Der Infiniti FX ist der Bestseller der japanischen Nissan-Tochter. Ein Facelift bringt nun ein frisches Gesicht. Ansonsten bleibt inklusive der polarisierenden Optik fast alles beim Alten. Das gilt leider auch für die Nachteile.

16. Mai 2012

1030 Fahrzeuge hat die japanische Edelmarke Infiniti 2011 in Deutschland verkauft. Rund zwei Drittel davon entfielen auf das 4,87 Meter lange SUV FX. Mit seiner bullig-aggressiven Front und dem polarisierenden Design ist es ein Auto für Leute, die auffallen wollen - und eine Alternative zu BMW X6 oder Porsche Cayenne suchen.

Nur von außen groß

Der FX sieht von außen leider größer aus, als er von innen ist. Im Fond sind die Platzverhältnisse allenfalls ausreichend, der Kofferraum ist mit 410 Litern für diese Fahrzeugklasse sehr klein und hat auch noch eine hohe Ladekante. Positiv ist das schicke Ambiente mit edlen Materialien und sauberer Verarbeitung, hier spielen die Japaner in einer Liga mit Audi oder Lexus. Die Serienausstattung ist viel üppiger als bei vielen Konkurrenten, unter anderem sind Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, Ledersitze und diverse elektrische Helferlein schon im Basismodell GT an Bord.

Fast alle Kunden wählen den Diesel

Das dicke Nippon-SUV gibt es in den Motorvarianten FX37 (V6-Benziner mit 320 PS), FX50 (V8-Benziner mit 390 PS) und den FX30d (V6-Diesel mit 238 PS). Mit dem drei Liter großen Dieselaggregat kann man nicht viel falsch machen. Seine 550 Nm Drehmoment versetzen den 2,17 Tonnen schweren FX mühelos in Schwung, abgesehen vom etwas blutleeren Motorsound vermisst man in Sachen Antrieb nichts. Den Durchschnittsverbrauch geben die Japaner mit neun Litern pro 100 km an. Das ist wahrlich kein Bestwert, Porsche Cayenne oder BMW X6 sind sparsamer.

Tolles Feature: Hinterradlenkung

Der FX wiegt mehr als zwei Tonnen. Es ist komfortabel gefedert, aber in schnellen Kurven trotz Allradantrieb nicht gerade leichtfüßig und agil. Das sportliche S-Modell kann das jedoch ausgleichen, denn neben einer elektronischen Dämpferverstellung hat es die aktive Hinterradlenkung an Bord. So verringert sich auch der Wendekreis deutlich, ein Segen bei U-Turns.

Viel Auto fürs Geld

Der FX ist ein Poser-Auto und lebt auch von seinem Exoten-Status. Zu Preisen ab 57.350 Euro bietet er viel Dampf unter der Haube und eine außergewöhnlich gute Ausstattung. Beim Platzangebot muss man aber große Abstriche machen.

Stärken

 
  • üppige Ausstattung
  • kräftiger Dieselmotor
  • hoher Fahrkomfort
  • saubere Verarbeitung
  • Exoten-Status

Schwächen

 
  • nicht sehr sparsam
  • kleiner Kofferraum und vergleichsweise wenig Platz im Fond
Text: Press-Inform / Sebastian Viehmann