Hyundai ix35, Modellpflege

Hyundai ix35, Modellpflege

Wohlüberlegte Korrekturen

Das Facelift des Hyundai ix35 findet im Detail statt. Die Koreaner haben gut gefeilt, ohne die Charakteristik des Kompakt-SUVs zu verwässern. Und das ist gut so.

13. Juni 2013

Bei Modellpflegen ist das immer so eine Sache. Mal sind sie derart einschneidend, dass sie wie ein Rettungsanker wirken. Ein Beispiel ist die E- Klasse. Mal fallen sie derart moderat aus, dass man die Veränderungen fast schon mit der Lupe suchen muss. Wie etwa beim 5er BMW.

Der Hyundai ix35 liegt irgendwo dazwischen. Das ist auch gut so. Denn das Design mit dem zweigeteilten Kühlergrill, den auffälligen Kanten und den angriffslustig blitzenden schmalen Scheinwerfern bleibt fast unverändert.

Hyundai hat bei der Modellüberarbeitung nicht mit dem groben Meißel gearbeitet, aber einiges verbessert. Also ist das Kompakt-SUV immer noch 4,41 Meter lang, 1,67 Meter hoch und 1,82 Meter breit. Äußerlich erkennt man die neue Version des ix35 an den LED-Rückleuchten, den optional erhältlichen Bi-Xenon- Scheinwerfern und LED-Tagfahrlicht.

Subtile Veränderungen

Innen sind die Veränderungen ebenso subtil. Das Cockpit mit den in tiefen Röhren steckenden Rundinstrumenten ist immer noch genauso schick wie vor drei Jahren, als der Hyundai ix35 erschien.

Verändert sind die hochwertigeren Sitzbezüge und die Luftauslässe des Armaturenbretts, die jetzt in Chrom erstrahlen. Apropos: Die vorderen Becherhalter sind blau illuminiert. Schaut gut aus und vermittelt Wertigkeit.

Das kann man nicht von allen Elementen des Interieurs sagen: Die obere Hälfte des Instrumententrägers besteht aus Hartplastik, wie auch Elemente an den Seitentüren.

Hyundai ix35 im Video

 

Scharfe digitale Anzeigen

Die digitalen Anzeigen und Ziffern bei Tacho, Drehzahlmesser und im Multifunktions-Display schauen gut aus und sind auch leicht abzulesen.

Dass in der Mittelkonsole jetzt bei Bedarf ein Sieben-Zoll-Bildschirm im Zusammenspiel mit dem verbesserten Navigationssystem den Weg weist, unterstreicht den guten Gesamteindruck.

Vorne und hinten haben auch Erwachsene genug Platz, der Kofferraum ist mit einem Fassungsvermögen von 465 bis maximal 1.436 Litern weiterhin groß genug.

Drei Lenk-Modi

Bei der Technik hat sich schon etwas getan. Die elektromechanische Lenkung hat jetzt drei Modi, die vom Fahrer angewählt werden können: Normal, Komfort und Sport. Im Gegensatz zum Kia pro_cee'd, wo das Konzept etwas unfertig wirkt, überzeugt die Lenkung beim Hyundai ix35. Sie ist ausreichend direkt und die drei Varianten sind deutlich spürbar unterschiedlich.

Wer es mit seinem Kompakt-SUV etwas flotter angehen lassen will, ist mit der Sport-Einstellung bestens bedient. Ansonsten reicht der Normal-Modus.

Tüfteln am Fahrwerk

Das Fahrwerk wurde ebenfalls verbessert. Vor allem vorne federt der ix35 jetzt nicht mehr so steif.

Das Feilen an Federraten und Dämpferabstimmungen hat dem ix35 gut getan. Das Kompakt-SUV wirkt ausgewogen und federt auch große Unebenheiten gut ab.

Das Plus im Komfort schlägt sich nicht in einer gesteigerten Wankneigung in schnellen Kurven aus.

Gemischter Eindruck bei Motoren

Die Triebwerke hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck.

Der 136-PS-Selbstzünder mit seinem maximalen Drehmoment von 320 Newtonmetern passt gut zum ix35. Das Zusammenspiel mit der Sechsgang-Automatik gibt aber nicht immer Anlass zu Jubelstürmen.

Beim entspannten Dahinfahren lässt sich das Gespann nicht aus der Ruhe bringen. Wird die Kraft des Motors jedoch mit einem herzhaften Pedaldruck abgerufen, erweist sich das Getriebe als Hemmschuh. Das Triebwerk jault zwar auf, aber spürbar voran geht es nicht. Dieses Gummiband-Gefühl erinnert ein bisschen an CVT-Getriebe.

Der 115 PS-Diesel ist zwar kräftig, aber zu laut und ungehobelt.

Der 2,0-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit 166 PS und bis zu 205 Newtonmetern Drehmoment ist neu im Angebot. Der Motor der Mu-Reihe wurde in Hyundais Entwicklungszentrum in Rüsselsheim entwickelt und ersetzt den Benziner aus der Theta-II-Baureihe.

Mit der manuellen Sechsgang-Schaltung absolviert der Hyundai ix35 den Sprint auf 100 km/h in 10,4 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h. Dabei erreicht das Triebwerk die Euro- 5-Norm.

Stärken 

  • gelungenes Cockpit
  • Platz
  • ausgewogenes Fahrwerk

Schwächen 

  • relativ hoher Hartplastik-Anteil
  • etwas unharmonische Automatik
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll