Hyundai i30, Typ GD

Hyundai i30, Typ GD

Korea-Golf

Nur vier Jahre nach dem Erscheinen des Vorgängers mausert sich Hyundai mit dem neuen i30 zum ernsthaften Konkurrenten in der Kompaktklasse. Mit einem modernen Design, verbesserter Qualität und einem Kampfpreis will der Korea-Golf den etablierten europäischen Platzhirschen die Käufer streitig machen.

14. Februar 2012

Der neue Hyundai i30 ist um zwei Zentimeter in der Länge (4,30 Meter) gewachsen. Davon profitiert vor allem der Kofferraum der jetzt 378 (vorher 340 Liter) Fassungsvermögen hat. Nach etwas Umbauarbeit und umgelegter Rückbank (60:40 teilbar) entsteht ein ebener Ladeboden und das Gepäckteil wächst auf 1.316 Liter (vorher 1.240 Liter) an. Das dürfte vor allem praxisorientierte Käufer, die viel Auto fürs Geld wollen, freuen. Ebenso wie das zeitgemäße Design.

Viel Platz im Innenraum

Obwohl der i30 ein Zentimeter flacher als der Vorgänger ist, geht es um den Kopf herum luftiger zu und auch Insassen mit über 1,85 Meter Körpergröße haben vorne und hinten Platz. Am Innenraum werden die Ambitionen der Koreaner sicht- und greifbar. Die teilweise unterschäumten Oberflächen fühlen sich gut an und auch die Verarbeitung passt, auch wenn nicht ganz der Qualitätsstandard des VW Golf erreicht wird. Bei der Ausstattung lässt sich Hyundai nicht lumpen (den 1.6 CRDi mit 94 kW gibt es nur in der Top-Version "Style"): elektrische Außenspiegel, ESP, sieben Airbags, elektrische Fensterheber und Parkpiepser vorne und hinten sowie eine Klimaanlage sind serienmäßig.

Hyundai i30 im Video

 

Laufruhiger Diesel

Der Dieselmotor mit 128 PS überzeugt durch seine Laufruhe und seiner gleichmäßigen Kraftentfaltung. Die setzt allerdings erst richtig oberhalb von etwa 1.700 Umdrehungen ein, darunter ist eine leichte Anfahrtsschwäche zu spüren. Trotz der guten Fahrbarkeit ist der Selbstzünder kein Ausbund an Temperament. Das Drehmoment von "nur" 260 Nm liegt ab 1.900 U/min an, von null auf 100 km/h vergehen 10,9 Sekunden und den Verbrauch gibt Hyundai mit 4,1 Litern pro 100 km/h an.

Komfortables Fahrwerk

Das Fahrwerk des i30 ist eher komfortabel abgestimmt, aber nicht zu weich. Unebenheiten werden souverän und ohne Poltern weggebügelt. Lediglich in sehr schnellen Kurven ist eine Wankneigung festzustellen. Die Lenkung kann per Knopfdruck sportlich direkt oder komfortabel eingestellt werden. Trotzdem fühlt sie sich synthetisch an und lässt ein wenig den Kontakt zur Fahrbahn vermissen.

Auch wenn der i30 von den Fahreigenschaften, der Verarbeitung und den Motoren noch nicht ganz mit dem VW Golf mithalten kann, kommt er dem Klassenprimus doch ziemlich nahe. Vor allem der faire Preis von 23.810 Euro machen den Koreaner zur überlegenswerten Alternative in der Kompaktklasse.

Stärken

 
  • gutes Platzangebot
  • ausgezeichnete Verarbeitung und hochwertige Materialien
  • komfortables und sicheres Fahrwerk
  • präzise Schaltung
  • individuell einstellbare Lenkung
  • geringer Verbrauch
  • umfangreiche Serienausstattung
  • fünf Jahre Garantie

Schwächen

 
  • synthetisches Lenkgefühl
  • etwas zäher Dieselmotor
Text: Press-Inform / Hans-Jürgen Peters