Honda CR-V, 4. Generation

Honda CR-V, 4. Generation

Noch mehr Weichspüler

Vor 15 Jahren war der Honda CR-V Marktführer in Europa. Jetzt soll die vierte Generation an die Erfolgsgeschichte anknüpfen. Doch die Zeiten haben sich geändert und das Segment der SUVs ist stark umkämpft.

26. August 2012

Der Name des Honda CR-V ist bei der vierten Generation mehr Programm den je. CR-V steht für "Comfortable Runabout Vehicle", also ein komfortables, agiles Fahrzeug. Damit versuchen die Japaner ein Kompromiss aus Nutzwert und Agilität zu erreichen, das vor allem junge Familien anspricht, die gerne mal viel Gepäck zu transportieren haben.

Großer Kofferraum

Die wichtigste Voraussetzung haben die Honda Ingenieure schon erfüllt. Platz ist in dem 4,57 Meter langen Allradler genug. Auf der Rückbank können es sich auch große Erwachsene sehr bequem machen.

Der Kofferraum hat ein Fassungsvermögen von 589 bis 1669 Liter. Das ist top! Sehr praktisch ist der Klappmechanismus der Rückbank. Man braucht nur einen Hebel ziehen und schon klappen die Rücksitze wie von Geisterhand um. Als Resultat bekommt man einen planen aber leicht ansteigenden Ladeboden mit einer Länge von 1,57 Metern. Dass die Ladekante nur 66,5 Zentimeter hoch ist, freut den Rücken.

Technische Verbesserungen

Die Verbesserungen sind nicht nur äußerlicher Natur: Der Luftwiderstand wurde reduziert, genauso wie die innere Reibung der Motoren. Auch eine Start-Stopp-Funktion ist bei allen Handschaltern serienmäßig: Damit verbraucht der kultivierte 150-PS-Dieselmotor im Durchschnitt 5,6 l/100 km.

Nach 9,7 Sekunden ist aus dem Stand die 100-km/h-Marke erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit des 1.653 Kilogramm schweren SUV beträgt 190 km/h.

Drückt man die Econ-Taste, zeigen zwei grüne Balken an, wie spritsparend man unterwegs ist.

Neutrales Fahrverhalten

Auf dem Asphalt gibt der Honda keine schlechte Figur ab und bleibt in schnellen Kurven lange neutral. Daran ist der verbesserte Allradantrieb nicht ganz unschuldig, der jetzt schneller reagiert. Auch die neue elektrische Servolenkung ist präziser als beim Vorgänger, richtig direkt ist sie freilich nicht, aber das wird ja auch nicht erwartet.

Komfort wird großgeschrieben und der CR-V bügelt zuverlässig grobe Unebenheiten weg.

Einstiegsmodell mit Frontantrieb

Der SUV ist ab dem 3. November zu haben. Wer keinen Allradantrieb will, wird jetzt auch beim Honda CR-V fündig. Die Basisvariante "S" mit einem 155- PS-starken Benzinmotor wird etwa 25.500 Euro kosten.

Immerhin ist das LED- Tagfahrlicht serienmäßig, allerdings muss man dann auf eine Klimaanlage und das CD-Radio samt USB- und AUX-Anschluss verzichten. Beides gibt es ab der "Comfort"-Version, die etwa 27.000 Euro kosten wird.

Stärken 

  • viel Platz
  • kultivierter Diesel
  • neutrales Fahrverhalten

Schwächen 

  • Spaltmaße
  • nicht alle Materialien wertig
  • karge Ausstattung beim Einstiegsmodell
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll