Honda Civic, 9. Generation

Honda Civic, 9. Generation

Abgespaced

Mit dem Civic bietet Honda in der Golfklasse ein Auto an, das schon optisch heraussticht.

27. März 2012

Kam der Honda Civic in der vorherigen Generation reichlich spacig daher mit breit gezogenen Leuchtbändern vorne und hinten und einem Cockpit wie aus Raumschiff Enterprise, so sieht er nun fast wieder aus wie ein normales Auto. Vor allem das optische Band zwischen den Heckleuchten und entsprechend zwischen den Scheinwerfern vorne ist aufgelöst. Honda zielt mit dem Civic auf alle, die in der Kompaktklasse nach einer Alternative zu den Allerweltsautos suchen.

Nicht mehr überfrachtet

Innen hat Honda das Armaturenbrett kräftig aufgeräumt. Wie gehabt zeigt ein Digitaltacho vor dem Fahrer die Geschwindigkeit an. Aber das Lenkrad ist nicht mehr so mit Knöpfen überfrachtet, die verschiedenen Bereiche sind klarer getrennt. Das Plastik im Cockpit ist deutlich griffiger und hochwertiger. Verbessert hat Honda auch den Fahrersitz, der sich vielfältig verstellen lässt. Weil Honda anders als üblich den Benzintank nicht unter den Rücksitzen unterbringt, lassen die sich sehr flexibel klappen. Insgesamt kommt der Civic auf ein Kofferraumvolumen von 477 Litern. Erweitern lässt sich der Laderaum auf 1378 Liter.

Mit Econ-Taste

Nur wenig getan hat sich bei den Motoren. Nach wie vor arbeiten vorne neben dem 2,2-Liter-Diesel die alten, nun immerhin etwas genügsameren Sauger. So begnügt sich der 1,4-Liter-Benziner bei 100 PS nun mit einem offiziellen Verbrauch von 5,4 Litern. Wer noch mehr sparen will, für den gibt es im neuen Civic die aus dem Hybrid abgeschaute Econ-Taste - gewöhnungsbedürftig schon allein deshalb, weil sie die Leistungsspitze des Motors elektronisch kappt. Der kräftigere Benziner mit 1,8-Liter-Maschine kommt auf 104 kW/142 PS und ein maximales Drehmoment von 174 Nm. In 8,7 Sekunden ist er aus dem Stand auf Tempo 100 und die Höchstgeschwindigkeit gibt Honda mit 190 km/h an.

Kultivierteres Fahrwerk

Beide Motoren wollen drehfreudig gefahren werden. Ohne Zurückschalten macht es etwa bergauf nur wenig Spaß. Besser sieht es beim Diesel aus. Der 2,2-Liter-Selbstzünder kommt auf 110 kW/150 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Nm. Der offizielle Verbrauch liegt bei 4,2 Liter je 100 km. Kultivierter geworden ist das Fahrwerk. Selbst auf ruppigen Straßen ist der neue Civic deutlich souveräner und komfortabler unterwegs.

Vernunftgesteuert

Fazit: Ein kompaktes Auto für vernunftgesteuerte Individualisten mit Hang zu futuristischen Formen. Der Einstieg beginnt mit dem 1,4-Liter-Civic bei 16.950 Euro. Der Benziner mit dem 1,8-Liter-Motor ist für 18.950 Euro zu haben und der Diesel startet bei 21.950 Euro.

Stärken

 
  • viel Platz innen
  • sehr variable Rückbank
  • großer Kofferraum
  • sicheres Fahrverhalten

Schwächen

 
  • wenig spurtstarke Benzinmotoren
  • unübersichtliche Karosserie
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff