Ford Fiesta 1.0, Typ JA8, Fiesta '12

Ford Fiesta 1.0, Typ JA8, Fiesta 2012

Sauglösung

Der 80 PS starke Einliter-Sauger ist die ideale Besetzung für den Ford Fiesta.

25. März 2013

Der Ford Fiesta ist eines der erfolgreichsten Autos der Kleinwagenklasse. Mit einem neuen Einliter-Triebwerk macht er Jagd auf VW Polo, Fiat Punto und Opel Corsa.

Zerklüftetes Armaturenbrett

Die Mittelkonsole sieht nicht nur unübersichtlich aus - sie könnte sich ebenso wie zahlreiche Innenraumelemente mit ihrem wilden Materialmix auch wertiger präsentieren.

Der Bildschirm an der Oberseite des Cockpits ist winzig und die Bedienung des günstig gepreisten Navigationssystems ist alles andere als zeitgemäß.

Das Platzangebot ist gut, der Laderaum mit einem Volumen von 281 bis 979 Litern groß genug.

Ford Fiesta im Video

 

Drei Zylinder - 80 PS

Ohne Turbolader verliert die stärkere der beiden Dreizylinder-Einstiegsvarianten mit 1 Liter Hubraum einiges von ihrem Tatendrang. Doch 59 kW / 80 PS, 105 Nm maximales Drehmoment und eine Spitze von 165 km/h reichen in dieser Klasse für viele Kunden allemal aus.

Der Verbrauch liegt mit 4,3 Litern im Normzyklus auf dem Niveau der leistungsstärkeren Turboversionen. Munter nagelt der kleine Motor mit dem typischen Dreizylindern-Knattern vor sich hin.

Der Anzug ist ordentlich, der Vortrieb auch bei mittleren Geschwindigkeiten in dem Rahmen, den man erwarten kann. Den Spurt 0 auf Tempo 100 versucht man jedoch nur einmal. 15 Sekunden sind mäßiger Wert und ähnlich träge schlägt sich der 3,96 Meter lange Kölner beim Überholen auf der Landstraße. Ohne viel Anlauf und kräftigem Schalten geht da nichts.

Gutes Fahrwerk

Einmal mehr überzeugen können beim Ford Fiesta die direkte Lenkung und das angenehm straffe Fahrwerk. Mehr Fahrspaß kann man in der Liga der Kleinen kaum bekommen.

Die Fünfgang-Handschaltung ist allerdings nicht nur betagt - sie ist auch alles andere als eine Idealbesetzung. So dreht der Fronttriebler bei normalem Autobahntempo von 120 km/h fast 3.700 U/min - entsprechend hoch ist das Geräuschniveau. Ein sechster Gang würde hier Abhilfe schaffen, bleibt erst einmal jedoch bei allen Fiesta-Modellen außen vor

Gleiches gilt für ein Doppelkupplungs-Getriebe, das auch in der Kleinwagenklasse längst kein Hightech-Extra mehr ist.

Abgesehen von dem gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten laut brummelnden Dreizylinder und dem fehlenden Fahrgang für die Autobahn ist der 1.050 kg schwere Ford Fiesta 1.0 auch ohne Turbotechnik allemal ausgewogen.

Günstig ist anders

In der höchsten Ausstattungsvariante Titanium geht es bei 16.450 Euro los. Sinnvolle Extras bleiben die beheizbare Frontscheibe (250 Euro), das Navigationssystem mit Ford Sync für 430 Euro und das Paket "Cool und Sound" für 1.375 Euro.

Ärgerlich, dass der Notbremsassistent mit 350 Euro ebenso Aufpreis kostet wie die elektrischen Fensterheber hinten beim Fünftürer für 150 Euro.

Stärken 

  • ordentliche Fahrleistungen
  • gutes Platzangebot
  • geringer Verbrauch
  • ausgewogenes Fahrwerk

Schwächen 

  • fehlender sechster Gang
  • schwache Navigation
  • mäßige Innenraumanmutung
Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff