Ford B-MAX

Ford B-Max

Panoramatür

Mit dem B-Max erweitert Ford seine Van-Palette nach unten. Besonderer Clou: Dank fehlender B-Säule fällt der Einstieg besonders leicht.

24. August 2012

Fords B-Max kommt ohne B-Säule aus. Wer Front- und Hecktüre öffnet, hat einen ungehinderten Zustieg nach vorne und hinten - mit insgesamt 1,5 Metern Breite. Laut Ford hat der Verzicht auf die normalerweise stabilisierende mittlere Säule keine Nachteile für die Sicherheit: Ultrahochfeste Stähle "bilden im Zusammenspiel mit den Türrahmen eine Art virtuelle B-Säule und absorbieren so die einwirkende Crash-Energie."

Auf jeden Fall macht das Konzept der "Panorama-Schiebetür" den Einstieg und das Handling von zum Beispiel Kindersitzen extrem einfach.

Viel Platz, selbst hinten

Der B-Max selbst basiert auf dem Ford Fiesta und ist nur etwas mehr als vier Metern lang. Das Platzangebot ist sehr gut. Selbst hinten lässt es sich zu zweit ganz gut aushalten. Auch die Kopffreiheit ist kein Problem.

Der Laderaum hat ein Volumen von 318 Litern, durch das Umklappen der asymmetrisch geteilten Rückbank und des Beifahrersitzes lässt sich das Ladevolumen auf bis zu 1.386 Liter vergrößern.

120 PS aus drei Zylindern

Der B-Max startet mit drei Benzin- und zwei Dieselmotoren in den Markt. Besonderes interessant: der kleine 3-Zylinder-Benziner mit 998 ccm Hubraum und 88 kW/120 PS Leistung sowie der 1,6-Liter-Diesel, der 70 kW/95 PS abliefert.

Der Diesel könnte ein bisschen mehr Kraftentfaltung vertragen: Ein Spurtvermögen von 0 auf 100 km/h in gemütlichen 13,9 Sekunden macht das deutlich. Im Stadtverkehr dagegen läuft er ohne Probleme mit. Und auch die Höchstgeschwindigkeit von 174 km/h reicht völlig hin. Offiziell braucht er 4,0 Liter Sprit auf 100 km.

Deutlich lässiger und flinker ist man mit dem 3-Zylinder unterwegs. Der sorgt dafür, dass man sich weder in noch außerhalb der Stadt untermotorisiert fühlt, und er arbeitet unangestrengt und zivilisiert. Von 0 auf 100 km/h ist der 18.350 Euro teuere B-Max in 11,2 Sekunden, bei 189 km/h ist Schluss. Eine Start-Stopp-Automatik hilft beim Benzinsparen - Ford verspricht einen Durchschnittsverbrauch von 4,9 Litern.

Dynamik und Komfort

Vom Fahrverhalten her bietet der B-Max die von Ford gewohnte gute Mischung zwischen Dynamik und Komfort. Die Federung ist eher komfortabel ausgelegt und bügelt auch gröbere Straßen gut aus. Er zirkelt dank präziser Lenkung zudem ohne Stress um die Kurve.

Radio als Extra

Ärgerlich die Aufpreispolitik: Das Einstiegsmodell Ambiente etwa, das immerhin bei 15.950 Euro beginnt, hat ab Werk nicht mal ein simples Radio an Bord. Und ein fest eingebautes Navi wird es quer durch alle Ausstattungsreihen auf absehbare Zeit nicht geben.

Dafür bietet Ford auf der anderen Seite eine Reihe durchweg nützlichen Zubehörs zu halbwegs moderaten Preisen. Etwa das Notbremssystem "Active City Stop" (350 Euro) oder das SYNC-System, das sich unter anderem bei einem Unfall selbstständig mit der Rettungszentrale in Verbindung setzt.

Stärken 

  • die fehlende B-Säule sorgt für einen bequemen Ein- und Ausstieg
  • viel Platz
  • gut zugänglicher Laderaum
  • sparsamer und flotter Benzinmotor

Schwächen 

  • nur fünf Gänge
  • niedrige Kopfstützen hinten
Text: Press-Inform / Jürgen Wolff