Fisker Karma

Fisker Karma

Elektroporte

Der Fisker Karma besetzt als Luxuslimousine für Elektroliebhaber ein völlig neues Feld. Netter Versuch oder neuer Trend?

19. Januar 2012

Fisker will Besserverdienenden die Wahl zwischen Toyota Prius und Mercedes S-Klasse abnehmen und bringt mit dem Karma ES einen Opel Ampera für die oberen 2.000 auf den Markt. So viele Karma-Modelle will Fisker pro Jahr allein in Deutschland verlaufen. Optisch ist der Fisker mit langer Motorhaube, flacher Silhouette und serienmäßigen 22-Zöllern ein Hingucker.

Mutiges Design - wenig Platz

Im Innern ist von den 4,96 Metern Gesamtlänge nicht viel zu spüren. Vorne geht es nicht nur durch den breiten Mitteltunnel eng zu und im Fond können allenfalls Kinder sitzen. Auch im Kofferraum gibt es nicht viel mehr Platz als für drei Taschen. Problem: im Mitteltunnel und hinter den beiden Rücksitzen ist der 20 kWh-Akku versteckt, mit dem der Elektroantrieb gespeist wird.

Mächtig Power

Unter der langen Haube arbeitet ein zwei Liter großer Turbovierzylinder mit 260 PS, der unter anderem auch den Opel Speedster antrieb. Die Lithium-Ionen-Akkus versorgen zwei Elektromotoren mit jeweils 200 PS. Im Stealth-Mode ist der Fisker Karma rein elektrisch flüsterleise bis zu 80 km unterwegs. Die Fahrleistungen: von 0 auf 100 in 7,9 Sekunden und 153 km/h Spitze. Geht dem Akku die Energie oder dem Fahrer die Lust aus, kann per Lenkradpaddel der Sportmodus angewählt werden. Dann versorgt der Turbobenziner die Elektromotoren: 200 km/h Spitze und 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden gibt es ebenso wie eine zusätzliche Reichweite von 400 Kilometern. An der heimischen Elektrozapfsäule dauert das Volltanken sechs Stunden. Der Verbrauch liegt bei 2,4 Litern.

Sportlich und straff

Dank seines Gewichts von über 2,2 Tonnen liegt der Fisker Karma satt und breit auf der Straße. Die elektrische Lenkung ist direkt, aber wenig feinfühlig. Doch trotz 22-Zoll-Radsatz kommt der sportliche Komfort nicht zu kurz. Beim Bremsvorgang wird erst in zwei Stufen rekuperiert und dann mit den Bremsscheiben verzögert.

Fazit: Eine exklusive Luxuslimousine mit Elektroantrieb und ordentlichen Fahrleistungen? Dafür ist ein Basispreis von 101.800 Euro keinesfalls illusorisch. Doch bei Details und Verarbeitung muss Fisker noch nacharbeiten.

Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff