Fiat Punto Evo, 3. Generation

Fiat Punto Evo, 3. Generation

Evoluzione

Der Punto ist Fiats kompakter Dauerläufer - unauffällig, günstig, ohne große Stärken und Schwächen. Unter dem Namen Evo fasst Fiat ein paar Retuschen und neue Motoren zusammen.

17. März 2012

Um 20 Zentimeter überragt der aktuelle Fiat Punto seine Vorgänger-Generation - das reichte den Italiener, um ihm den Beinamen "Grande" zu verleihen. Tatsächlich aber ist er eins der unauffälligsten Modelle im Fiat-Programm, daran ändert auch das jüngste Facelift nichts. Der Punto ist die richtige Wahl für Käufer, denen ein Bravo zu groß oder teuer ist.

Schritt für Schritt verbessert

Der Punto ist im Lauf der Zeit kontinuierlich modernisiert worden, so dass das Cockpit mittlerweile recht wohnlich ist. Die Verarbeitung hat mittlerweile auch ein zufriedenstellendes Niveau erreicht. Das Platzangebot allerdings bleibt durchschnittlich, vor allem im Fond mangelt es an Kopffreiheit und das Kofferraumvolumen liegt mit 275 Litern nur im Mittelfeld. Nach vorn ist der Wagen zudem ziemlich unübersichtlich.

Sparsam, aber durchzugsschwach

Die Motorenpalette ist breit gefächert und startet bei mageren 65 PS, deutlich mehr Sinn für den Alltagsgebrauch macht der 1.3 Multijet mit 95 PS. Das Aggregat treibt den Punto flott voran, allerdings muss man dafür auch Drehzahlen und folglich eine Menge Schaltarbeit investieren. Gerade im unteren Drehzahlband kommt der Motor nicht recht aus den Pantoffeln. An der Zapfsäule hält sich der kompakte Italiener zurück, den Durchschnittsverbrauch gibt Fiat mit 4,2 Litern pro 100 km an. Deutlich besser als bisher zeigt sich der Punto bei der Geräuschdämmung.

Ohne Höhen und Tiefen

Der Punto fährt sich unproblematisch. ESP ist endlich serienmäßig an Bord und bringt die Berganfahrhilfe gleich mit. Die Schaltung ist präzise und hat kurze Wege. Die Federung ist komfortabel, gibt aber tiefe Schlaglöcher mit einem kräftigen Poltern an die Passagiere weiter.

Günstiger Einstiegspreis

Der Punto ist mittlerweile ein ziemlich ausgereiftes Auto, dessen Schwächen die Italiener nach und nach ausgemerzt haben. Die kleinen Benzinmotoren sind sparsam, aber überzeugen nicht ganz bei der Kraftentfaltung. Die 95 PS-Version kostet 17.500 Euro, der Basisbenziner startet bei 11.500 Euro.

Stärken

 
  • guter Fahrkomfort
  • sparsame Motoren
  • günstiges Preisniveau
  • wohnliches Cockpit

Schwächen

 
  • Kofferraum nur Durchschnitt
  • kleiner Fond
  • träge Basisbenziner
Text: Press-Inform / Sebastian Viehmann