Fiat Punto, 4. Generation

Fiat Punto, 4. Generation

Feinarbeit

Für die letzten Produktionsjahre hat Fiat das Ausstattungskonzept seines Puntos nochmal überarbeitet. Ob das dem etwas in die Jahre gekommen Kleinwagen neue Popularität verschafft, bleibt abzuwarten.

6. Mai 2012

Der Punto richtet sich an Fahreinsteiger und Großstädter, die ein kleines, aber komfortables Fahrzeug wünschen. Besonders Frauen hat es sein Dual-Drive angetan. Auf Knopfdruck kann die elektronische Servolenkung so eingestellt werden, dass sich das Lenkrad zum Einparken ohne Widerstand weit eingeschlagen lässt.

Dual-Drive serienmäßig

Den Dual-Drive gibt es auch weiterhin serienmäßig. Mit drei neuen Farben und weiteren Komfortmerkmalen will Fiat weitere Kunden für den Punto begeistern. Im Innenraum überzeugt die gute Verarbeitung. Lenksäule und Fahrersitz sind höhenverstellbar. An praktischen Ablagefächern mangelt es nicht. Die asymmetrisch teilbare Rücksitzbank kostet 180 Euro extra und ist erst in der höchsten Ausstattung "Sport" serienmäßig. Die Sicherheitsausstattung ist großzügig. Front- und Kopfairbags sind serienmäßig. Seiten- und Knieairbags kosten extra. Ablagen gibt es reichlich.

Reichhaltiges Motorenprogramm

Die etwas zaghafte Einstiegsmotorisierung des 1.2 8V leistet 51 kW / 69 PS. Damit beschleunigt der Punto in 14,4 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 156 km/h erreicht. Zur Auswahl stehen zwei weitere Benziner und drei Multiair-Motoren, zu denen auch der Twinair zählt. Den 1.4 16V Multiair gibt es mit 105 und mit 135 PS. Die 135 PS-Maschine beschleunigt den Punto auf 200 km/h und erreicht die 100 km/h-Marke nach 8,5 Sekunden. Schneller ist nur noch der Abarth-Ableger des Punto.

Das sparsamste Aggregat ist der 0.9 Twinair mit 63 kW / 85 PS. Er beschleunigt in 12,7 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 172 hm/h. Der Twinair verbraucht 4,9 Liter auf 100 km/h. Sparsamer ist nur noch der Einstiegsdiesel mit ebenfalls 85 PS. Er verbraucht 4,4 Liter auf 100 km/h. Der etwas stärkere Diesel leistet 70 kW / 95 PS und verbraucht 5,3 Liter.

Keine Automatik

Man ist zwar mit stärkeren Motoren flott unterwegs, aber das lässt niemanden darüber hinwegsehen, das der Punto ein eher komfortorientierter Kleinwagen ist. Die elektronische Servolenkung gibt ein etwas weiches, aber durchaus sicheres Gefühl - ebenso die Federung. Die Multiair-Triebwerke gibt es nur mit dem 6-Gang-Getriebe. Besonders beim Twinair muss bei flotter Gangart viel geschaltet werden. Da ist schaltfaules Fahren nicht drin. Mancher vermisst da schnell die im Programm fehlende Automatik. Obwohl die Schaltwege angenehm kurz sind. Bei längerer Autobahnfahrt gefällt die gute Geräuschdämmung.

Erdgas-Punto ist relativ teuer

Das Ausstattungsprogramm ist deutlich gestrafft worden. Es gibt jetzt nur noch drei: Pop, Easy und Sport. Die Einstiegsmotorisierung mit 69 PS kostet 12.000 Euro. Der Twinair schlägt in der Ausstattung Easy mit 15.200 Euro zu Buche. Für 1.000 Euro mehr enthält die Ausstattung unter anderem eine Klimaanlage, das TomTom-Navigationssystem und ein Autoradio mit CD-Player. Der sparsamste aller Puntos - mit dem 85 PS 1.3 16V Multijet-Dieselmotor - kostet mit der dieser Ausstattung 16.200 Euro. Wer noch mehr sparen will, der kann zur Erdgasvariante greifen. Diese gibt es für 15.300 Euro in der einfachsten Ausstattung. Der Punto hat vielleicht seine beste Zeit hinter sich. Jetzt wird er für seine letzten Modelljahre nochmal richtig schick gemacht, während man bei Fiat schon fleißig an seinem Nachfolger arbeitet.

Stärken

 
  • gutes Platzangebot
  • reichhaltige Sicherheitsausstattung
  • große Motorenauswahl
  • ordentliche Verarbeitung
  • viele Zusatzausstattungen

Schwächen

 
  • Twinair relativ laut
  • etwas weiche Abstimmung
  • keine Automatik
  • teilbare Rückbank nur gegen Aufpreis
Text: Press-Inform / Hans Bast