Dacia Sandero, 2. Generation

Dacia Sandero, 2. Generation

Preiswerter Rumäne

Die zweite Generation des Dacia Sandero überzeugt durch eine bessere Ausstattung, mehr Solidität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

15. November 2012

Die Zeiten des automobilen Verzichts sind beim Dacia Sandero vorbei: Selbst die Einstiegsversion des Kleinwagens hat nun ESP, eine Servolenkung und Seitenairbags. Und das für einen Preis von 6.990 Euro. Das ist mal eine Ansage.

Die pragmatischen Dacia-Fahrer wird es freuen, dass der Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von 320 beziehungsweise 1.200 Liter fast schon eine Klasse höher spielt.

Moderneres Design

Auch in der Verarbeitung und den Materialien hat sich der Sandero gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert. Zwar regiert im Interieur immer noch Hartplastik, aber die Oberflächen mit den verschiedenen Narbungen und feine Details wie chromglänzende Ringe um die Rundinstrumente machen den Innenraum hochwertiger.

Aber wer Dacia fährt, legt Wert auf Praktikabilität. Diese Kunden wird das Längenplus von 3,8 Zentimeter freuen, durch das der Sandero die vier Meter-Marke knackt. Das resultiert in ausreichend Platz vorne und hinten.

Allerdings ist beileibe nicht alles perfekt, an manchen Stellen sind Kanten spürbar, und auch unverkleidetes Blech lugt bisweilen hervor. Die eckigeren Frontscheinwerfer, die größeren Lufteinlässe und die kantigeren Formen sind deutlich moderner als das etwas rundliche Design des Vorgängers.

Viel Ausstattung

Mit dem aus dem Clio stammenden 90-PS-Dreizylinder kostet der Sandero mindestens 10.990 Euro. Dafür bekommt man die Top-Ausstattung Lauréat. Die hat ein MP3-CD-Radio mit USB- und Aux-Anschluss, 16-Zoll-Aluräder, beheizbare Außenspiegel und elektrische Fensterheber.

Für zusätzlich 180 Euro bekommt man ein Navigationssystem inklusive 7-Zoll-Touchscreen. Die Aufpreisliste ist kurz: Unter anderem kosten die manuelle Klimaanlage (590 Euro), Lederpolsterung (500 Euro), und Parkpiepser hinten (200 Euro) extra.

Kein Start-Stopp

Im Sandero lässt es sich gut reisen. Die Vordersitze sind bequem, haben aber eine zu kurze Sitzfläche. Der 90-PS-Dreizylinder schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h, erledigt den Spurt auf 100 km/h in 11,1 Sekunden und mit dem Drehmoment von 135 Newtonmetern sind auch Überholvorgänge drin.

Den Durchschnittsverbrauch von 5,2 Litern pro 100 Kilometer erreicht das Aggregat ohne Start-Stopp-System.

Der fünfte Gang ist einen Schuss zu lang übersetzt und das Getriebe etwas hakelig. Das Fahrwerk ist eher auf der komfortablen Seite und könnte sogar einen Schuss straffer sein. Wer zugreifen will, kann das ab Januar 2013 tun.

Stärken 

  • großer Kofferraum
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • ESP serienmäßig
  • Platz

Schwächen 

  • hakelige Schaltung
  • viel Hartplastik
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll