Dacia Sandero, 1. Generation

Dacia Sandero, 1. Generation

Discount-Kompakter

Keine Lust auf Stufenheck? Mit dem Sandero verleiht Dacia seinem Preisbrecher eine gefällige Optik. Die Schräghecklimousine liefert die automobile Grundversorgung im zeitgemäßen Gewand.

16. März 2012

Der Logan machte den Anfang, die Kombiversion MPV wurde zum Verkaufsschlager. Mit dem Sandero, der in Deutschland den Logan ersetzt, plant die Renault-Tochter Dacia ihren nächsten Coup. Während Stufenhecklimousinen vor allem in Osteuropa populär sind, wird der Sandero mit seiner großen Heckklappe einen breiteren Freundeskreis finden. Technisch unterscheidet sich der Wagen kaum vom Logan.

Detailarbeit

Immerhin zeigt der Sandero ein paar Detailverbesserungen. So gibt es zum Beispiel richtige Türgriffe statt Griffmulden in den Vordertüren und ein bisschen mehr Zierrat. Bei einem Billigauto wird natürlich an vielen Ecken gespart - die elektrische Spiegelverstellung zum Beispiel muss man unter der Handbremse suchen, die Fensterheber am Armaturenbrett. Der Kofferraum ist mit 320 Litern kleiner als beim Logan (510 Liter), aber man kann den Stauraum durch Umlegen der Rücksitze auf 1200 Liter erweitern. Das Interieur ist solide, negativ fallen aber die weichen und konturlosen Sitze auf.

Dacia Sandero im Video

 

Hausmannskost unter der Haube

Der Basis-Benziner 1.4 MPI leistet 75 PS, etwas mehr hat man vom 1.6 MPI mit 87 Pferden. Mit diesem Aggregat schafft der Sandero die Distanz von 0 auf 100 km/h immerhin in 11,5 Sekunden, doch trotz Leistungs- und Hubraumplus ist zwischen den beiden Aggregaten kein allzu großer Unterschied zu bemerken. Mit modernen Direkteinspritzern und Turbobenzinern können die Multipoint-Einspritzer nicht konkurrieren. Den Durchschnittsverbrauch gibt Dacia mit 7,2 Litern pro 100 km an.

Leicht, aber leicht wabbelig

Der Sandero fährt sich problemlos, zeigt aber in Kurven leichte Wankbewegungen. ESP gibt es nicht für Geld und gute Wort, hinten hat der Wagen nur Trommelbremsen. Der Federungskomfort ist gut. Vorteile hat der Sandero durch sein geringes Gewicht von 1,1 Tonnen, er ist alles andere als eine lahme Kiste.

Günstiger geht es (neu) nicht

Der Sandero ist der schönere Logan und passt einfach besser ins Straßenbild. Die automobile Grundsicherung ist ab 7500 Euro (Basismodell Sandero mit 75 PS-Benziner) zu haben. Der 87 PS-Benziner in der Top-Ausstattung Lauréate kostet 10.000 Euro.

Stärken

 
  • ordentliches Platzangebot
  • gute Übersicht
  • leichte Bedienung
  • akzeptable Fahrleistungen
  • konkurrenzlos günstiger Preis

Schwächen

 
  • unpräzise Lenkung
  • kein ESP
  • magere Ausstattung
  • beim Verbrauch nicht spitze
Text: Press-Inform / Sebastian Viehmann