Citroën C4 Picasso, 2. Generation

Citroën C4 Picasso, 2. Generation

Familienfeier

Citroën setzt seiner erfolgreichen Picasso-Familie mit dem neuen C4 die Krone auf. Der Franzose überzeugt mit kraftvollem Design und viel Komfort im Innern.

4. Juni 2013

Drei Millionen Modelle hat Citroën in den verschiedenen Picasso-Generationen verkauft. Jetzt bekommt die Reihe mit dem C4 ein neues, 4,43 Meter langes Aushängeschild.

Das Platzangebot und Laderaum können sich selbst bei der Version mit kurzem Radstand sehen lassen. Je nach Stellung der Rücksitze fasst der in Spanien produzierte Franzose 537 bis 630 Liter. Optional gibt es eine elektrische Heckklappe.

Ende des Jahres folgt eine um 20 Zentimeter längere Grand Picasso-Version als Fünf- und Siebensitzer, die rund 4,60 Meter lang ist.

Im Innern wirkt der C4 Picasso betont aufgeräumt. Abgesehen von dem überladenen Lenkrad mit unübersichtlichen Bedienelementen gibt es keine Design-Eskapaden.

Sitze mit Licht und Schatten

Die Sitze sind bequem, bieten aber insbesondere im Fond zu wenig Oberschenkelauflage. Die Massagefunktion vorne ist kaum zu spüren, und die sinnvolle Sitzheizung gibt es nur für die erste Reihe.

Überhaupt sitzt man in der zweiten Reihe allenfalls zweiter Klasse. Die Sitze sind zu klein, die Verstellmöglichkeiten nur schwer zu bedienen und der enge Schulterbereich ärgert groß gewachsene Insassen ebenso wie die abfallende Dachlinie. Die macht den Picasso zwar schicker denn je, ist aber nichts für groß gewachsene Fondbesetzer.

Übersichtlich sind die beiden Bildschirme, die - in zwei Etagen positioniert - über alles Wichtige beim Franzosen informieren. Der sieben Zoll große Touchscreen kann mit seiner mäßigen Kartendarstellung und einer trägen Arbeitsgeschwindigkeit nicht so gefallen wie der zwölf Zoll große Panoramabildschirm, auf dem sich bei den beiden höheren Ausstattungsvarianten Intense und Exclusive die Instrumente darbieten.

Abgespeckt

Im Vergleich zum alles andere als innovativen Vorgänger hat der C4 Picasso mit seiner neuen EMP2-Plattform um 140 Kilogramm abgespeckt.

Bei den Antrieben lässt es Citroën überraschend zurückhaltend angehen. So gibt es zum Marktstart gerade einmal zwei Diesel mit dünnen 90 und kaum weniger beeindruckenden 115 PS. Zum Jahreswechsel folgt ein Zweiliter-Diesel Blue-HDI mit 150 PS. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der 155 PS starke Turbobenziner.

Wer mehr als 25.000 Kilometer pro Jahr fährt, kann sich auch für den Citroën C4 Picasso e-HDI 115 entscheiden, der vibrationsarm läuft und 4,0 Liter verbraucht. Bei höheren Lastanforderungen präsentiert sich der Commonrail-Diesel mit seinen 115 PS und 270 Nm bei 1.750 U/min jedoch allzu dünn.

0 auf Tempo 100 schafft der Fronttriebler in 11,8 und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mäßigen 189 km/h.

Weich geschaukelt

Selbst für einen Familienvan ist das Fahrwerk des Citroën C4 Picasso sehr weich abgestimmt. Fahrspaß kommt da kaum auf. In Kurven und Kreisverkehren stören die starken Nick- und Wankbewegungen.

Komplett ist das Sicherheitspaket des Citroën C4 Picasso mit Totwinkel-,Spurhalte- und Fernlichtassistent, aktive Sicherheitsgurte und Tempomat. Auf Wunsch gibt es auch einen 360-Grad-Rundumblick und eine Einparkautomatik.

Eine direktere Lenkung käme bei vielen Kunden jedoch mindestens genauso gut an.

Start bei unter 20.000 Euro

Der Preis für das schwach ausgestattete Basismodell Citroën C4 Picasso VTi 120 Attraction liegt bei 19.990 Euro.

Kauftipp ist der C4 Picasso THP 155 Intense ab 26.140 Euro, dem an sich nur Xenonlicht und die elektrische Heckklappe fehlen. Dafür bietet die Serienausstattung unter anderem Bildschirmnavigation, Keyless Entry, 16 Staufächer mit insgesamt 40 Litern Volumen, Klimaautomatik und einen 220-Volt-Anschluss.

Der 115 PS starke C4 Picasso e-HDI 115 startet gut ausgestattet bei 27.090 Euro. das automatisierte Schaltgetriebe kann man sich getrost sparen.

Stärken 

  • gutes Platzangebot vorn
  • variabler Innenraum
  • geringes Geräuschniveau
  • sparsamer Verbrauch

Schwächen 

  • wenig Kopffreiheit im Fond
  • kurze Beinauflage
  • weiches Fahrwerk
Text: Press-Inform / Stefan Grundhoff | Bildmaterial: press-inform