Chevrolet Trax

Chevrolet Trax

Jüngerer Bruder

Einige Monate nach dem Opel Mokka bringt jetzt die Konzernschwester Chevrolet mit dem Trax ein Kompakt-SUV auf den Markt.

9. April 2013

Schon auf den ersten Blick ist klar: Dem Chevrolet Trax sieht man die Verwandtschaft zum Opel Mokka an. Das ist aber nichts Schlechtes, weil das Rüsselsheimer Kompakt-SUV durchaus gelungen ist.

Doch ein paar entscheidende Unterschiede sind ebenfalls sofort sichtbar. Darunter die glatt gebügelte Motorhaube und der Kühlergrill mit der typischen Chevrolet-Bowtie.

Hartplastik dominiert

Im Innenraum werden die Abweichungen der beiden Modelle dann noch ostentativer: Beim Chevy-Interieur dominiert Hartplastik. Das Cockpit mit einem Rundinstrument und einer etwas antiquiert anmutenden digitalen Anzeige orientiert sich an modernen Motorrädern. Die verschiedenen Farben und Oberflächen hübschen das Interieur auf.

Die Verarbeitung ist in annehmbar aber noch verbesserungsfähig. Bei der Bedienung gibt es wenig Grund zur Klage: Dank Chevrolet MyLink, das Opels Intelli-Link entspricht, ist die Bedienungseinheit deutlich entschlackt. Dazu trägt auch der Sieben-Zoll-Monitor bei.

Genug Raum

Raum ist im Trax genug. Die Vordersitze sind bequem, haben aber eine zu kurze Oberschenkelauflage und etwas zu wenig Seitenhalt. In der zweiten Reihe haben groß gewachsene Mitteleuropäer Platz.

Das Gepäckabteil hat ein Volumen von 356 bis 1.370 Litern. Dazu gibt es noch einen großen Stauraum unter dem Ladeboden. Dass das Chevy-Kompakt-SUV mit 4,25 Metern Länge drei Zentimeter kürzer ist als der Mokka, fällt kaum ins Gewicht.

Kein Weichspüler

Auf der Straße schlägt sich der Trax ebenfalls gut. Der Chevy ist keine Weichspüler und daher per se straffer ausgelegt. Das ist aber bei ambitioniert angefahrenen Kurven kein Nachteil.

Das Ansteuern des Scheitelpunktes wird durch die harmonische und ausreichend direkte Lenkung erleichtert. Entscheidet man sich für den Allradantrieb, bleibt das 1,4-Tonnen-SUV auch lange neutral.

Das Fahrwerk steckt grobe Unebenheiten bisweilen etwas hölzern weg.

Motor müht sich

Anders der Motor: Der gefahrene 1,4-Liter-Turbobenziner tut sich mit dem Kompakt-SUV schwer. Geht es engagierter zur Sache, wirkt der Turbo wie auch im Mokka angestrengt und lässt das alle Anwesenden auch per eindeutigem Knurren wissen. Schwimmt man nur im Verkehr mit, reicht die Kraft allemal.

Verlockendes Angebot

Mit einem Grundpreis von 16.990 Euro für die frontgetriebene Basisversion LS mit 115 PS ist der Trax ein verlockendes Angebot. Das sind 2.000 Euro weniger, als der Opel Mokka kostet.

Ab Werk sind ESP, sechs Airbags, ein Start-Stopp-System und ein CD-Radio mit sechs Lautsprechern verbaut. Entscheidet sich der Käufer für die teurere LS+-Version ist dann auch eine Klimaanlage an Bord - und auf Wunsch auch der Allradantrieb.

Stärken 

  • günstiger Einstiegspreis
  • harmonische Lenkung
  • Platz

Schwächen 

  • viel Plastik im Interieur
  • angestrengt wirkender Motor
Text: Press-Inform / Wolfgang Gomoll