Chevrolet Captiva, Modellpflege

Chevrolet Captiva, Modellpflege

Ein Hauch American Dream

Chevrolets Tiguan-Gegner heißt Captiva. Das SUV sieht ein bisschen wie ein dickes amerikanisches SUV aus, passt aber auch in handelsübliche Garagen und bietet viel Auto zum fairen Preis.

24. Mai 2012

Verkehrte Welt: Ausgerechnet in Deutschland verkauft sich der Chevrolet Captiva deutlich besser als sein Schwestermodell Opel Antara. Der in Korea gebaute Amerikaner sieht einfach properer aus, ist günstiger und auch noch sieben Zentimeter länger - wegen der dritten Sitzreihe. Der Captiva wendet sich an Familien und Freizeit-Abenteurer, die ein praktisches Gefährt suchen.

Praktische Ablagen

Platz hat man im 4,7 Meter langen Captiva reichlich, und das auf allen Plätzen. Die einzige Ausnahme bildet die dritte Sitzreihe, hier werden nur kleine Kinder glücklich. Das Cockpit ist durch zahlreiche Kunststoffteile geprägt, die nicht immer einen hochwertigen Eindruck machen. Dafür warten clevere Ablage-Ideen wie die zurückschiebbaren Becherhalter in der Mittelkonsole, unter denen sich ein riesiges Staufach verbirgt. Das Navi hat leider eine umständliche Touchscreen-Bedienung - schon die Eingabe einer Adresse erfordert reichlich Gefummel auf zu kleinen Schaltflächen.

Nicht besonders sparsam

Zum Antrieb stehen zwei Benzinmotoren (Vierzylinder 2.4 mit 167 PS oder V6 mit 258 PS) und ein 2,2 Liter große Dieselmotor mit 163 oder 184 PS bereit. Der Chevrolet-Diesel ist laufruhig und mit 350 bis 400 Nm Drehmoment recht spurtstark. Der Durchschnittsverbrauch liegt je nach Version zwischen 6,4 und 6,6 Litern pro 100 km - das ist in der kompakten SUV-Klasse kein besonders guter Wert. Alternativ zur Sechsgang-Handschaltung gibt es eine etwas träge Sechsstufen-Automatik. Je nach Modellversion verfügt der Captiva über permanenten Allradantrieb oder Frontantrieb.

Der Komfort ist okay

Seit seinem letzten Facelift ist der Captiva etwas härter abgestimmt, manchmal wirkt er deswegen zu hölzern. Der Fahrkomfort ist dennoch in Ordnung, die Lenkung auch bei hohem Tempo recht zielgenau. Weniger schön ist der große Wendekreis des Wagens.

Attraktiver Preis

Zu Preisen ab 25.690 Euro (Basisbenziner mit Frontantrieb) bietet der Captiva viel Auto fürs Geld, die meisten Konkurrenten sind teurer. Unter der Haube sollte man in jedem Fall einen Dieselantrieb wählen, auch wenn der nicht besonders sparsam ist.

Stärken

 
  • viel Platz
  • kräftiger Dieselmotor
  • viele Ablagen
  • fairer Preis und niedrige Aufpreise

Schwächen

 
  • enge dritte Sitzreihe
  • großer Wendekreis
  • Verbrauch nicht spitze
Text: Press-Inform / Sebastian Viehmann