Etwas größer, etwas eleganter

Fahrbericht BMW X6 M50 d

Starker Dauerläufer

Der BMW X6 fährt bereits in seine zweite Generation. Nach 260.000 verkauften Einheiten, hat sich der anfangs noch sehr kritisch betrachtete Münchener zum Erfolg gemausert. Wer bei allem Selbstdarstellungsbedürfnis noch ein wenig an die Brieftasche denkt, kann das monströse SUV auch als Diesel erwerben. Mit 381 PS.

16. Oktober 2014

Anfang 2008 war der Aufschrei in der Branche noch groß. Der neue BMW X6 wirkte zu massig, zu kantig, zu protzig. Mit anderen Worten: unverkäuflich.

Doch mit zunehmenden Verbreitung der großen SUV auch auf deutschen Straßen relativierte sich sein Auftreten. Gegen einen Audi Q7 oder einen Infiniti QX70 sieht der brachiale Bayer gar nicht mehr so wuchtig aus.

Die Folge: Bis heute wurden 260.000 Einheiten vom X6 verkauft. Seine Hauptmärkte sind zwar China und die USA, doch auch in Deutschland häufen sich seine Sichtungen.
 

 
 

 

2. Modellreihe gibt sich zurückhaltender

Der neue Münchener ist im Vergleich zu seinem Vorgänger nur unwesentlich von außen zu unterscheiden. Jedoch wirkt er defensiver, nicht mehr allzu provokativ, wie noch die erste Generation.

In den Abmessungen hat sich kaum etwas geändert: Der neue BMW X6 ist 3,2 Zentimeter länger, unbeachtliche 0,6 Zentimeter breiter und 3,3 Zentimeter höher als sein Vorgänger. Der nun 4,91 Meter lange X6 wiegt 2.260 Kilogramm.

Sportlich durch und durch

Ein 3,0 Liter großer Dieselmotor mit 381 PS und einem maximalen Drehmoment von 740 Newtonmetern bildet die Topmotorisierung unter den Selbstzündern. Und dieser Motor ist wahrhaft agil.

Nach 5,2 Sekunden hat der BMW X6 M50d Tempo 100 erreicht, bei 250 Kilometer pro Stunde macht die Elektronik Schluss mit dem energischen Vorwärtsdrang. Aber bezogen auf mehr als zwei Tonnen Leergewicht bedeutet diese geballte Kraft ein Fahrerlebnis der ganz besonderen Art.

Doch auch wer schon weit darunter den Fuß vom Gaspedal nimmt, wird die attestierten 6,6 Liter auf 100 km nicht erreichen. So viel soll der Drei-Liter-Diesel laut Norm verbrauchen, was einem CO2- Ausstoß von 174 Gramm entspricht. Das Schalten übernimmt eine Achtgang- Steptronic – oder der Fahrer per Schaltwippen.

Flotte, aber sichere Kurvenfahrt

Das Gefühl, in einem über zwei Tonnen schweren Koloss zu thronen, verschwindet jedoch schnell wieder. Dämmung und Sitzkomfort sorgen dafür, dass lästige Geräusche nur sehr maßvoll ans Ohr der Besatzung dringen.

Und auch die Manövrierfähigkeit des Kolosses ähnelt mehr einem Kleinwagen denn einem Dickschiff: Dank der elektromechanischen Servolenkung lässt sich der Sport-SUV millimetergenau steuern.

Gleichzeitig sorgt die knackige Fahrwerksabstimmung auch bei sportlicher Kurvenfahrt für eine schnurgerade Spurführung. Dadurch ist der neue X6 wesentlich wendiger und sein Drang zum Untersteuern wird unterbunden.

Powerdiesel-SUV derzeit konkurrenzlos

Die Preisliste des BMW X6 M50d beginnt bei 87.300 Euro. Der derzeit noch konkurrenzlose Münchener Powerdiesel kommt am 6. Dezember auf den Markt. Allerdings wird der in den Startlöchern stehende Mercedes MLC die bisherige Monopolstellung im Sports Activity Coupe-Segment aufreißen.

Weitere Details zum neuen BMW X6 M50d in der Bildergalerie

Text: Press-Inform / Marcel Sommer | Bildmaterial: Fahrbericht: BMW X6 M50d